Sport : Alba besiegt Gießen, aber noch nicht die Grippewelle

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Berlin – Kantersiege in Bundesliga und Pokal gegen Frankfurt und Karlsruhe und zuletzt auch ein Erfolg im Spitzenspiel in Köln: Was sollte Alba Berlin gegen die Gießen 46ers, den Drittletzten der Basketball-Bundesliga, schon befürchten? Zwar hatten sich die Hessen nach einem Trainerwechsel gefangen und im Februar sogar den damaligen Tabellenführer Ludwigsburg besiegt, doch die Rollen waren klar verteilt. Auf dem Feld allerdings erst ab dem zweiten Viertel. Alba siegte vor 6060 Zuschauern in der Schmeling-Halle 79:54. Chris Owens (24 Punkte, elf Rebounds) war bester Werfer des Spiels.

Gestartet war Alba schwach. 10:17 lagen die Berliner zurück, bei denen der verletzte Spielmacher William Avery fehlte. Erst ein Dreipunktewurf von Nenad Canak brachte Alba ins Spiel, Kirk Penney ließ sechs Zähler hintereinander folgen, sodass sein Team den ersten Spielabschnitt nur 16:17 verlor. Bei den Würfen „hat die Konzentration gefehlt“, sagte Trainer Henrik Rödl, „dann waren wir einfache Körbe gemacht und das Selbstvertrauen für Würfe von außen bekommen.“

18:2 Punkte machte Alba nun in Serie, dominierte plötzlich klar. Zur Pause hatte Julius Jenkins bereits 13 Punkte erzielt, darunter drei Dreier. Canak und Penney hatten gemeinsam ebenfalls dreimal aus der Distanz getroffen. In der zweiten Halbzeit drehte Chris Owens auf und machte noch 16 Punkte. In den letzten beiden Minuten durfte sogar noch Thomas Schoeps ins Spiel eingreifen. Der 18-Jährige spielt eigentlich in der Nachwuchs-Bundesliga für Alba. Für ihn hat das Spiel sicher einen anderen Stellenwert als für Rödl. Der hatte den Sieg schnell abgehakt und war mit anderen Dingen beschäftigt. Er hofft, dass Alba bald „die Grippewelle übersteht“, die gestern Jovo Stanojevic zum Zuschauen zwang und zuvor schon mehrere seiner Teamkollegen gebremst hatte. ru

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