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Dritter Abgang bei Alba Berlin : Joshiko Saibou wechselt nach Bonn

Nationalspieler Joshiko Saibou verlässt Alba Berlin und wechselt nach Bonn. Sein Abschied hatte sich bereits angedeutet.

Von der großen Stadt Berlin ins kleine Bonn. Joshiko Saibou (links, in gelb) verlässt Alba.
Von der großen Stadt Berlin ins kleine Bonn. Joshiko Saibou (links, in gelb) verlässt Alba.Foto: Andreas Gebert/dpa

Joshiko Saibou verlässt Alba Berlin und spielt in der kommenden Saison in Bonn. Der Aufbauspieler trifft dort auf viele bekannte Gesichter: Albas bisheriger Assistenzcoach Thomas Päch übernimmt in Bonn zur neuen Saison den Posten des Cheftrainers, außerdem wird Saibou mit TJ DiLeo und Benjamin Lischka auch zwei alte Teamkameraden aus seiner Zeit in Gießen wiedersehen. „Joshiko und mich verbindet eine lange gemeinsame Vergangenheit. Ich weiß daher zu 100 Prozent, was für einen Menschen und Spieler wir bekommen“, wird Päch auf der Website der Bonner zitiert.

Saibou kehrte im Sommer 2017 nach Berlin zurück, nachdem er zu Jugendzeiten in Albas Nachwuchsprogramm groß geworden war. In der Zwischenzeit hatte Saibou in Trier, Gießen, Crailsheim, Würzburg und noch einmal in Gießen gespielt. Bei Alba entwickelte sich Saibou in den letzten beiden Jahren zu einer festen Größe des Teams und brachte bei seinen Einsätzen meist sehr viel Energie von der Bank. Im November 2017 wurde er so auch erstmals in die Nationalmannschaft berufen.

Dass für Saibou kein Platz in Albas Team der kommenden Saison sein könnte, hatte sich jedoch bereits angedeutet: Erst am Montag hatte Alba Berlin mit Makai Mason einen neuen Spieler für seine Position verpflichtet, der ebenfalls einen der sechs Plätze für deutsche Spieler im Kader einnehmen wird. Auch halten sich Gerüchte, dass Alba an einer Rückholaktion von Ismet Akpinar interessiert ist, der mit Saibou auch um einen Platz im Kader der Nationalmannschaft für die WM im September kämpft.

Zudem war Saibou vor zwei Jahren als Neuzugang bei Alba vorgestellt worden, noch bevor Aito Garcia Reneses als neuer Trainer der Berliner feststand. Der hatte den inzwischen bereits 29-jährigen Saibou immer wieder für seine Entwicklung gelobt, ihm in entscheidenden Spielen jedoch weniger Vertrauen geschenkt. So verzichtete Reneses auch in der zweiten Partie der Finalserie gegen Bayern München auf ihn.

Saibou ist damit der dritte Spieler, der die Berliner zur kommenden Saison definitiv verlassen wird. Zuvor hatten bereits die beiden Nachwuchsspieler Bennet Hundt (Göttingen) und Franz Wagner (University of Michigan) die Berliner verlassen. (Tsp)

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