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Fußball-Bundesliga: Wolfsburger Selbstanklagen nach historischem 1:8 in München
„Peinlich“, „Komplettausfall“, „ergeben“: Nach der höchsten Bundesliga-Niederlage wird beim VfL Wolfsburg Klartext gesprochen. Und der Blick sofort nach vorne gerichtet auf zwei wichtige Partien.
Stand:
Nach der höchsten Niederlage des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga war Trainer Daniel Bauer bemüht, den Schrecken des Jahresauftakts in München ganz schnell abzuschütteln. „Spätestens morgen früh muss diese herbe Niederlage aus den Köpfen“, sagte der 43-Jährige mit Blick auf eine wegweisende Woche im Abstiegskampf mit den Heimspielen gegen den FC St. Pauli am Mittwoch und gegen Heidenheim am Samstag.
Aber kann man dieses 1:8 (1:2) gegen den FC Bayern wirklich einfach so abhaken und verdrängen? Der gegen Bayerns Flügel-Künstler Michael Olise völlig überforderte Wolfsburger Außenverteidiger Kilian Fischer sprach von „einem peinlichen Auftritt“ seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte.
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Der neue Sportdirektor Pirmin Schwegler bezeichnete das, was in den 42 Minuten in der Allianz Arena passierte, als „einen Komplettausfall. Wenn du zweite Halbzeit 0:6 rausgehst, dann war nicht viel gut.“ Angreifer Dzenan Pejcinovic, der das zwischenzeitliche 1:1 erzielt hatte, befand, dass man sich nach einer guten ersten Hälfte „teilweise ergeben“ habe. Teilweise?
Bauer bittet VfL-Fans um Entschuldigung
Bauer blieb nur, sich bei den mitgereisten VfL-Fans für den Untergang in der zweiten Hälfte „einfach zu entschuldigen“. Auch wenn die Bayern sich „da in Topform“ präsentiert hätten „und in einen Flow kamen“, wie der 43-Jährige nach seiner extrem bitteren München-Premiere meinte. Ex-Profi Schwegler mahnte: „Du bestehst in der Bundesliga nicht, wenn du so verteidigst.“
Als positiv werteten Sportdirektor, Trainer und Spieler am Sonntagabend nur, dass es in der englischen Woche sofort weitergehe. „Das einzig Gute ist, dass wir am Mittwoch schon wieder eine Reaktion zeigen können - und die brauchen wir“, sagte Schwegler eindringlich. „Wir werden am Mittwoch wieder ein anderes Gesicht zeigen“, versprach Fischer: „Zu Hause gegen St. Pauli und Heidenheim sollte man gewinnen.“
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