Niederlage gegen Kaiserslautern : Unions Zukunft liegt in Liga zwei

Polter verletzt, Leistner vor dem Absprung: Das Thema Aufstieg ist nach der Niederlage in Kaiserslautern für den 1. FC Union Berlin wohl keines mehr.

Ein Abend zum Vergessen: Unions Torwart Daniel Mesenhöler zieht sich das Trikot ins Gesicht. Lautern gewann 4:3.
Ein Abend zum Vergessen: Unions Torwart Daniel Mesenhöler zieht sich das Trikot ins Gesicht. Lautern gewann 4:3.Foto: Uwe Anspach/dpa

Eine kleine Abordnung des 1. FC Union mit Präsident Dirk Zingler und den Spielern Christopher Trimmel, Stephan Fürstner und Marc Torrejon an der Spitze weilte am Tag nach der 3:4-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern in der Pfalz. Bei der Einweihung des neuen Firmenstandortes von Unions Hauptsponsor in Rodenbach sollte eigentlich auch Sebastian Polter dabei sein.

Der schwer verletzte Angreifer musste aber schon mit der Mannschaft nach Hause fliegen. Die Saison ist für ihn beendet. Der zwölffache Saisontorschütze hatte sich bereits vor dem Spiel beim Aufwärmen die rechte Achillessehne gerissen. Er stieg wie Teamkollege Michael Parensen in Saarbrücken mit Krücken in den Flieger. Parensen schied nach einer guten Stunde wegen einer Knieverletzung aus. Er dürfte auch einige Wochen fehlen.

Unions Auswärtsschwäche hält an

In Kaiserslautern verlor Union nicht nur Polter und Parensen, sondern ein gewaltiges Stück Aufstiegshoffnung. Die Auswärtsschwäche hielt an. In Kaiserslautern blieb Union zum siebten Mal in Folge in der Fremde ohne Sieg. „Wir machen momentan zu viele kleine Fehler, die auswärts sehr hart bestraft werden. Die Aufgabe haben wir fußballerisch gut gelöst, ergebnistechnisch sehr, sehr schlecht“, sagte Trainer André Hofschneider.

Union holte drei Mal einen Rückstand auf. Doch letztlich gab es beim abstiegsbedrohten Schlusslicht satte vier Gegentore. Erneut änderte Hofschneider die Taktik und sein Personal. Die Offensivleute Marcel Hartel und Akaki Gogia mussten zu Hause bleiben. Warum, wollte Hofschneider nicht sagen. Überraschend durfte auch Winterzugang Marvin Friedrich anstelle von Toni Leistner in der Dreierkette verteidigen. „Ich habe mich für Marvin entschieden, weil er einfach im Spielaufbau Vorteile hat“, erklärte Hofschneider.

Kann Torjäger Skrzybski gehalten werden?

Am nächsten Tag gab es vom Verein ein weiteres Indiz für die Bankrolle Leistners, dem vor der Saison noch die Freigabe verweigert worden war. Union erklärte die Vertragsgespräche mit Leistner für beendet. Der Spieler habe „das finale Angebot des Vereins abgelehnt“, teilte Union mit. Union sortiert sich anscheinend schon für die Zukunft in der Zweiten Liga. Wenn Steven Skrzybski so weiter trifft, ist er vielleicht auch bald weg. In Kaiserslautern gelangen dem Stürmer wieder zwei Tore. Er hat eine Ausstiegsklausel, wenn der Aufstieg ausbleibt. An dem nun dreizehnfachen Torschützen soll Schalke 04 interessiert sein.

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