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Hoffenheims Sejad Salihovic (r.) ging in dieser Szene theatralisch zu Boden. Raffael sah Rot und wurde zunächst vier Spiele gesperrt.
© dapd

Herthas Brasilianer: Raffaels Sperre reduziert

Hertha BSC kann nach der Winterpause früher wieder mit Spielmacher Raffael planen. Der DFB reduzierte am Montag die Sperre für den am letzten Hinrunden-Spieltag vom Platz gestellten Brasilianer.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Sperre gegen Hertha-Profi Raffael um ein Spiel reduziert. Wie das Sportgericht des DFB am Montag nach einer Anhörung entschied, muss der brasilianische Stürmer des Berliner Bundesligisten wegen einer Roten Karte nur drei Spiele aussetzen. Der 26-Jährige war am 17. Spieltag nach einer Tätlichkeit beim Auswärtsspiel gegen 1899 Hoffenheim (1:1) vom Platz gestellt worden. Er hatte seinen Gegenspieler Sejad Salihovic in die Magengrube geschlagen. Kurz vor Weihnachten legten die Berliner Protest gegen das Strafmaß ein.

Ausschlaggebend für die Reduzierung war die Aussage von Salihovic, „der bekundete, er habe den Stoß von Raffael in den Bauchbereich nicht wahrgenommen, sondern vielmehr auf die Gesichtsberührung reagiert“, sagte der Vorsitzende des Sportgerichts, Hans E. Lorenz.

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Für diese „Tätlichkeit in einem leichteren Fall“ sind mindestens zwei Spiele Sperre vorgesehen. Als Wiederholungstäter bekam Raffael noch eine zusätzliche Partie aufgebrummt. Im Oktober 2010 hatte er im DFB-Pokal bei TuS Koblenz (1:2) wegen Nachtretens im Zweikampf Rot gesehen. Wegen der daraus resultierenden Sperre von drei Spielen verpasste er alle Pokal-Matches in dieser Saison. Im Viertelfinale gegen Borussia Mönchengladbach (8. Februar) darf er wieder auflaufen.

Nun fehlt Raffael der Mannschaft von Neu-Trainer Michael Skibbe in den Bundesligapartien beim 1. FC Nürnberg, gegen den Hamburger SV und gegen Hannover 96. Mit fünf Toren und sechs Vorlagen war er Berlins gefährlichster Offensivakteur in der Hinrunde. (dpa)

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