Schülerpraktikanten beim Alba-Training : Atemberaubend schnell

Wie trainieren eigentlich Basketballprofis. Zwei Schülerpraktikanten von uns haben sich beim Alba-Training umgeschaut.

Johanna Meyer Lennert Krause
Volle Konzentration. Aito Garcia Reneses (Mitte), Cheftrainer, beim Training der Mannschaft neben Peyton Siva. Links steht Stefan Peno.
Volle Konzentration. Aito Garcia Reneses (Mitte), Cheftrainer, beim Training der Mannschaft neben Peyton Siva. Links steht Stefan...Foto: Soeren Stache/dpa

Quietschende Sohlen, auf den Boden prallende Bälle, starke Hitze – das sind die ersten Eindrücke, die mir beim Betreten des Trainingszentrums, in welchem Alba Berlin heute der Presse Zutritt zu ihrem Training verschafft, entgegenkommen. Bis jetzt habe ich nicht viel mit Basketball zu tun gehabt, interessant finde ich den Sport trotzdem. Auch von Alba weiß ich nicht viel, außer dass sie gerade in den Play-offs spielen.

 In der rechten Seite der Halle versuchen zwei Spieler abwechselnd einem Verteidiger auszuweichen und Körbe zu werfen. Später erfahre ich, dass sie zu den Spielern gehören, die nicht bei jeder Partie dabei sind. Auf der linken Seite sind deutlich mehr ihrer Mitspieler, unter anderem der Kapitän Niels Giffey. Sie scheinen das Körbewerfen von unterschiedlichen Positionen zu üben. Mit der Zeit finde ich heraus, wer Trainer, Co-Trainer und Medienmanager sind. Außerdem verteilen sich durch die Halle ein Fotograf, ein Fernsehteam und mehrere Journalisten.

 Immer wieder wird von ihnen nach bestimmten Spielern gefragt, so sind wir beispielsweise bei einem kleinen Interview mit Jonas Mattisseck dabei. Während es kurze Zeit später noch eine Runde mit den Journalisten und dem Alba-Trainer Aito Garcia Reneses gibt, stellen sich alle Spieler in eine Reihe. Nun beginnt ein Coach mit verschiedenen Dehn-, Kraft- und Laufübungen, welche von allen parallel ausgeführt werden. Anschließend teilt sich die Mannschaft in zwei Hälften und wir dürfen zehn Minuten beim Spiel gegeneinander zuschauen. Sobald der Startpfiff ertönt, fangen die Sportler an, in einer atemberaubenden Geschwindigkeit übers Feld zu jagen, sich die Bälle zuzupassen und Körbe zu werfen.

Es war eine erstaunlich lockere Atmosphäre

 Mir war bewusst, dass Basketball ein schneller Sport ist, doch live ist das Ganze noch einmal deutlich eindrucksvoller. Was mich ebenfalls überrascht hat, ist wie freundlich und entspannt ausnahmslos jeder war. Dadurch entstand eine tolle, lockere Atmosphäre, die einen dazu verleitete, sich am Rande des Spielfelds niederzulassen und noch ein wenig länger beim spannenden Trainingsspiel von Alba Berlin zuzusehen. Insgesamt war es eine sehr interessante Erfahrung, bei der ich viel über Basketball und Alba Berlin lernen konnte. (Johanna Meyer)

Ganz schön dunkel. Albas Spieler beim Training.
Ganz schön dunkel. Albas Spieler beim Training.Foto: Lennert Krause

Es ist 10.30 Uhr. Wir betreten das Alba-Trainingsgelände in der Schützenstraße in Berlin-Kreuzberg. Wir beobachten, wie einige Spieler in kleineren Gruppen Körbe werfen und andere vom Physiotherapeuten behandelt werden. Wir sitzen auf einer kleinen Bank am Rand der Halle und sehen dem Team beim Training zu, als der Pressesprecher der Berliner auf uns zu kommt und fragt, ob wir mit einem der Spieler ein Interview führen wollen. Wir wollen mit Franz Wagner und Jonas Mattisseck sprechen. Einige Minuten später kommt Mattisseck zu uns und wir stellen ihm unsere Fragen zu seinen Einsatzzeiten und seiner Fitness. Wagner ist gerade beim Physiotherapeuten, weshalb wir das Interview mit ihm vergessen können.

Also schauen wir weiter beim Training zu und beobachten, dass die Spieler immer gezielt eine Übung machen. Auf einmal steht Trainer Aito Garcia Reneses auf und geht aus der Halle. Direkt wird er von einigen Reportern umringt, darunter auch wir. Die Reporter zücken sofort ihre Diktiergeräte und fangen an ihre Fragen zu stellen. Nachdem Reneses alle Fragen der aufgebrachten Reporter nach der Reihe beantwortet hat, gehen wir zusammen mit den anderen Reportern wieder zurück in die Trainingshalle.

Die Spieler machen nun zusammen mit Pepe Silva Moreno, dem Athletiktrainer der Berliner, Dehnübungen. Nach einigen Minuten von intensivem Dehnen, bilden sich zwei Teams und es wird über das gesamte Spielfeld gespielt. Nach circa zehn Minuten kommt der Pressesprecher erneut auf uns zu und bittet uns die Halle zu verlassen. Schließlich verlassen wir um circa Viertel nach elf das Trainingsgelände. (Lennert Krause)

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