• Spendenaktion für Kristina Vogel: Sechstagerennen: Die familiäre Seite der Radsportgemeinde

Spendenaktion für Kristina Vogel : Sechstagerennen: Die familiäre Seite der Radsportgemeinde

Die Veranstalter des Sechstagrennens zeigen die herzliche Seite des Profisports. Für die verunglückte Kristina Vogel organisieren sie eine Spendenaktion.

Cäcilia Fischer
Kristina Vogel während des Sechstagerennens.
Kristina Vogel während des Sechstagerennens.Foto: Jörg Carstensen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Sie will es nicht übertreiben mit der Aufmerksamkeit, ihr schweres Schicksal nicht zu sehr an die große Glocke hängen. Als die frühere Bahnradfahrerin Kristina Vogel am vergangenen Donnerstag nicht nur den Startschuss für das diesjährige Sechstagerennen abfeuern, sondern den Zuschauern und Fahrern auch noch ein paar Worte mitgeben sollte, war ihr anzumerken, dass sie nicht mehr viel sagen wollte. Vogel sieht sich nicht als Hauptdarstellerin der 108. Auflage des Rennens, das am Dienstagabend zu Ende gehen wird, obwohl sie das zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung eindeutig ist.

Die 28 Jahre alte Thüringerin ist seit einem Trainingssturz im Juni 2018 querschnittsgelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Mit Hilfe des Crowdfunding-Projekts „Six Days für Kristina“ werden noch bis zum 4. Februar Spenden gesammelt, die Vogel und ihrer Familie beim Übergang in ihr neues Leben helfen sollen. Etwa beim Umbau eines barrierefreien Zuhauses oder den vielen anderen Dingen, die nun anstehen und teuer sind.

10.000 Euro sollen zusammenkommen

Mit dem Erlös aus der Online-Spendenaktion der Berliner 6-Tage-Rennen-GmbH sollen insgesamt 10.000 Euro zusammenkommen, die zu gleichen Teilen an Vogel und den RTL-Spendenmarathon gehen. 7.000 Euro seien es bereits, teilte Sixdays-Pressesprecher Cem Herder mit. Es sieht gut aus, dass die restlichen 3.000 Euro auch noch eingehen. Vielleicht sogar ein bisschen mehr.
Das Sechstagerennen sei für sie ein Zusammentreffen der Familie, sagte Vogel dem rbb: „Eine tolle Gelegenheit, Leute wiederzusehen.“ Und dass die Radsportgemeinde als solche auftritt, beweist sie mit der Spendenaktion für die verunglückte Profisportlerin.

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