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Trikotwerbung bei Hertha BSC : Billigkette Tedi wird neuer Hertha-Hauptsponsor

Discounter auf der Brust: Tedi baut seine Tätigkeit bei Hertha BSC aus und wird zur kommenden Saison Haupt- und Trikotsponsor des Berliner Bundesligisten.

Die Berliner freuen sich über ihren neuen Hauptsponsor.
Die Berliner freuen sich über ihren neuen Hauptsponsor.Foto: dpa

Die Fußballprofis von Hertha BSC werden in der kommenden Saison mit einem neuen Brustsponsor auflaufen. Der bisherige Ärmelsponsor Tedi weitet seine Partnerschaft aus und wird zur Spielzeit 1018/19 neuer Haupt- und Trikotsponsor des Berliner Bundesligisten.

Der Vertrag besitzt eine Gültigkeit bis zur Saison 2020/2021. „Schon die ersten Wochen der Partnerschaft haben gezeigt, wie gut und vertrauensvoll die Zusammenarbeit mit Tedi funktioniert“, ließ sich Herthas Manager Michael Preetz am Dienstag zitieren.

Das 2004 gegründete Handelsunternehmen aus dem Nonfood-Bereich war bei Hertha im vorigen Sommer für 2,5 Millionen Euro jährlich als als Ärmel- Sponsor eingestiegen. Als Hauptsponsor soll die Billigkette nun jährlich rund 7,5 Millionen Euro bezahlen.

Das wären 1,5 Millionen Euro mehr als der bisherige Hauptsponsor zahlte. Der Wettanbieter bet-at- home.com war 2015 als Nachfolger der Deutschen Bahn als Hauptsponsor eingesprungen, der Vertrag läuft in diesem Sommer aus.

Der Wettanbieter könnte künftig als Exklusivpartner erhalten bleiben und 1,5 Millionen Euro bezahlen. Eine Entscheidung steht aus. Sein primäres Ziel, durch die Partnerschaft mit einem Bundesligisten den Bekanntheitsgrad zu steigern, hat das Unternehmen erreicht.

Unternehmen ist Ableger von Kik

Darauf setzt wohl auch Tedi. Silvan Wohlfarth, Vorsitzender der Geschäftsführung des Unternehmens, sagte nach der Vertragsunterschrift im Marketingsprech: „Die Chemie zwischen uns ist so gut, da lag es nahe, dass wir unsere Zusammenarbeit ausweiten.“ Hertha und Tedi seien zwei, die zusammenpassten, „beide stehen für Einsatzbereitschaft, Teamgeist und Bodenständigkeit“.

Auch wenn Tedi in der laufenden Spielzeit als Ärmelsponsor bei den Berlinern zu finden ist, können vergleichsweise wenige Bürger mit dem Unternehmen etwas anfangen. Die Dortmunder Firma gibt selbst an, in sechs europäischen Ländern vertreten zu sein, mittlerweile 1800 Filialen eröffnet zu haben und mehr als 16.000 Mitarbeiter zu beschäftigen.

Ins Leben gerufen wurde Tedi von der Tengelmann-Gruppe, die das Konzept der Ein-Euro-Läden auch in Deutschland anbietet. Das Unternehmen wurde als Ableger der Tengelmann-Textiltochter Kik gegründet. Tengelmann soll 30 Prozent der Anteile an Tedi halten.

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