Ehe-Statistik : Die Deutschen lassen sich deutlich seltener scheiden

So wenig Scheidungen wie 2017 gab es zuletzt in Deutschland vor 25 Jahren. Wenn die Ehe schief geht, ist die Scheidung dafür allerdings oft schon vor dem verflixten siebten Jahr fällig.

Ein Hochzeitspaar aus Wachs steht auf einer Hochzeitstorte. (Symbolbild)
Ein Hochzeitspaar aus Wachs steht auf einer Hochzeitstorte. (Symbolbild)Foto: Oliver Berg/dpa

Die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, wurden 2017 durch richterlichen Beschluss insgesamt 153.500 Ehen geschieden.

Das war ein Rückgang um 9000 Scheidungen beziehungsweise um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Niedriger als im Jahr 2017 war die Zahl der Scheidungen zuletzt im Jahr 1992 mit 135 000 Fällen.

Besonders häufig endeten die Ehen nicht nach dem „verflixten siebten Jahr“, sondern nach sechs Jahren: Knapp 8000 der Scheidungen gab es für Ehen, die 2011 geschlossen wurden. Paare, die nach 25 Jahren und mehr getrennte Wege gehen, machten einen Gesamtanteil von 17,5 Prozent aus.

Im Durchschnitt liegen 15 Jahre Ehe hinter den geschiedenen Paaren. Bei den Scheidungsanträgen gab es eine leichte Mehrheit aufseiten der Ehefrauen: In 51,5 Prozent der Fälle waren sie es, die die Scheidung einreichten. (dpa)

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