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Massaker in Parkland : Todesschütze gesteht Mord an 17 Menschen

In weniger als zehn Minuten hat Nikolas Cruz in der High School von Parkland 17 Menschen erschossen. Das hat er nun gestanden.

Von Trauer überwältigt gedenken Jugendliche in Parkland ihrer getöteten Mitschüler.
Von Trauer überwältigt gedenken Jugendliche in Parkland ihrer getöteten Mitschüler.Foto: Jim Rassol/imago/Zuma

Nach dem Schulmassaker in Florida hat der 19-jährige Nikolas Cruz ein Geständnis abgelegt. Am Donnerstag veröffentlichten Gerichtsdokumenten zufolge sagte er aus, das Schulgelände mit einem Schnellfeuergewehr betreten und auf Schüler geschossen zu haben, die er in den Gängen und auf dem Gelände gesehen habe. Das FBI räumte ein, auf eine mögliche Gefahr durch Cruz hingewiesen worden zu sein.

Das FBI gestand in einem Statement ein, einem Anruf am 5. Januar nicht nachgegangen zu sein. Ein Anrufer habe Hinweise auf den späteren Täter Cruz gegeben, habe auf dessen Vernarrtheit in Waffen hingewiesen und dass dieser womöglich einen Überfall auf eine Schule plane. Der Anruf sei nie weitergegeben worden und habe die Polizisten vor Ort nie erreicht. FBI-Chef Christopher Wray erklärte, man bedaure zutiefst den zusätzlichen Schmerz, den die Angehörigen der Opfer nun erlitten.

Nach offiziellen Angaben ließ Cruz sich am Mittwoch mit einem Uber-Taxi zur Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland fahren, wo er um 14.19 Uhr Ortszeit eintraf. Drei Minuten später eröffnete er das Feuer auf mehrere Klassenzimmer. Um 14.28 Uhr verließ er das Schulgelände bereits wieder. Demnach sagte Cruz aus, dass er seine Waffe und seinen Rucksack mit weiterer Munition weggeworfen habe, um sich unter die aus der Schule fliehenden Menschen zu mischen.
Nach dem Massaker steuerte er einen Wal-Mart-Supermarkt und eine McDonald's-Filiale an, wie Bezirks-Sheriff Scott Israel Journalisten sagte. 40 Minuten später wurde er in der nahegelegenen Stadt Coral Springs festgenommen, nachdem die Polizei ihn mit Hilfe von Videoaufnahmen aus der Schule identifiziert hatte.

Das Schnellfeuergewehr kaufte er legal

Cruz, der aus disziplinarischen Gründen der Schule verwiesen worden war, erschoss 17 Menschen, von denen 14 zwischen 14 und 18 Jahre alt waren. 15 weitere Menschen wurden laut Polizei mit Verletzungen im Krankenhaus behandelt.
Der 19-Jährige wurde inzwischen formell des vorsätzlichen Mordes in 17 Fällen beschuldigt. Das AR-15-Schnellfeuergewehr kaufe er im Februar 2017 legal in Florida.
Die US-Bundespolizei FBI bestätigte, im September auf einen auf der Internetplattform Youtube veröffentlichten Beitrag hingewiesen worden zu sein, in dem ein Nutzer namens Nikolas Cruz ankündigte: "Ich werde ein professioneller Schulschütze." Das FBI erklärte, es habe daraufhin Datenbanken gesichtet und andere Überprüfungen vorgenommen, die fragliche Person aber nicht identifizieren können.
US-Präsident Donald Trump ordnete landesweite Trauerbeflaggung an und kündigte einen Besuch an der High School an. "Unsere ganze Nation betet mit schwerem Herzen für die Opfer und ihre Familien", sagte er in einer Ansprache. Der Präsident kündigte an, die Sicherheit "unserer Schulen und unserer Kinder" zu verstärken, nannte aber keine konkreten Maßnahmen.

Trump will nun das Thema "mentale Gesundheit" angehen

Zur weiten Verbreitung von Schusswaffen und zum Waffenrecht äußerte sich Trump, der eine Nähe zur mächtigen Waffenlobby NRA pflegt, nicht. Stattdessen hob er darauf ab, dass für mehr Sicherheit an den Schulen das "Thema der mentalen Gesundheit" angegangen werden müsse. Seinen Angaben zufolge gibt es Anzeichen dafür, dass der Schütze von Parkland "psychisch gestört" ist.
In Parkland versammelten sich am Donnerstag tausende Menschen zu zahlreichen Mahnwachen. Im Gedenken an die 17 Todesopfer ließen Behördenvertreter silberne Luftballons in den Himmel aufsteigen. (AFP)

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