
© Getty Images via AFP/EDUARDO MUNOZ ALVAREZ
Deutliche Steigerung zum Vorjahr: Amerikaner geben online rekordverdächtige 11,8 Milliarden Dollar am „Black Friday“ aus
Nutzer nutzten vermehrt KI, um Schnäppchen zu finden. Doch obwohl mehr als im Vorjahr ausgegeben wurde, landeten insgesamt weniger Produkte im Warenkorb.
Stand:
In den USA haben Konsumenten auf der Schnäppchensuche in Internet-Shops am „Black Friday“ rekordverdächtige knapp zwölf Milliarden Dollar ausgegeben. Geholfen haben ihnen dabei KI-gestützte Shopping-Tools. Laut Adobe Analytics, das eine Billion Besuche von Käufern auf Online-Einzelhandelswebseiten erfasst, gaben Amerikaner am wichtigsten Einkaufstag des Jahres 11,8 Milliarden Dollar online aus, 9,1 Prozent mehr als 2024.
Die KI-unterstützte Suche nach besonders günstigen Angeboten in Einzelhandels-Portalen stieg laut Adobe um 805 Prozent im Vergleich zu 2024. Damals waren KI-Instrumente wie Rufus von Amazon noch nicht auf dem Markt.
„Die Verbraucher nutzen neue Tools, um schneller an das zu gelangen, was sie brauchen“, sagte Suzy Davidkhanian, Analystin bei eMarketer. „Die Suche nach Geschenken kann stressig sein, und LLMs (große Sprachmodelle) lassen den Entdeckungsprozess schneller und geführter erscheinen.“ Dazu passt eine Adobe-Umfrage, in der fast die Hälfte aller Befragten angab, dass sie in dieser Saison KI beim Online-Shopping eingesetzt haben oder einsetzen wollen.
Preiserhöhungen hemmten teilweise Nachfrage
Laut dem Softwareunternehmen Salesforce habe KI weltweit 14,2 Milliarden Dollar an Online-Verkäufen am „Black Friday“ beeinflusst, davon allein drei Milliarden Dollar in den USA. Obwohl die US-Verbraucher an diesem „Black Friday“ mehr ausgaben als im vergangenen Jahr, hemmten Preiserhöhungen laut Salesforce die Online-Nachfrage. Deswegen hätten Käufer unter dem Strich weniger Artikel gekauft als 2024. Das Bestellvolumen ging um ein Prozent zurück, während die durchschnittlichen Verkaufspreise um sieben Prozent anstiegen.
In den Ladengeschäften war die Schnäppchenjagd relativ verhalten. Einige Kunden sagten, dass sie angesichts der anhaltenden Inflation, der handelsbedingten Unsicherheit und des schwachen Arbeitsmarktes zu hohe Ausgaben befürchteten. (Reuters)
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