Los Angeles verklagt Konzern : Monsanto muss wegen Verseuchung von Gewässern vor Gericht

Neuer Ärger für die Bayer-Tochter Monsanto: Der Landkreis von Los Angeles verklagt das Unternehmen, weil es Gefahren von PCB verheimlicht habe.

Bayers "Chempark", der Hauptsitz des Konzerns in Leverkusen.
Bayers "Chempark", der Hauptsitz des Konzerns in Leverkusen.Foto: REUTERS/Wolfgang Rattay

In den USA ist eine weitere Klage gegen die Bayer-Tochter Monsanto eingereicht worden. Der Landkreis Los Angeles machte am Donnerstag vor Gericht geltend, dass Monsanto sich an den Kosten zur Säuberung von Dutzenden mit der Chemikalie PCB belasteten Gewässern beteiligen müsse.

Das Unternehmen habe lange die schädlichen Auswirkungen der Polychlorierten Biphenyle (PCB) verheimlicht, hieß es in der Klageschrift, die bei einem Bundesgericht eingereicht wurde. Eine Stellungnahme von Bayer lag zunächst nicht vor. Monsanto sieht sich in den USA zahlreichen Klagen wegen PCB ausgesetzt.

Das Unternehmen hatte die Chemikalie von 1935 to 1977 hergestellt. Sie wurde 1979 in den USA verboten. PCB löst Krebs aus und wurde unter anderem als Hydraulikflüssigkeit, Weichmacher in Lacken und in Kunststoffen eingesetzt. PCB ist inzwischen weltweit verboten. Es verschmutzt nicht nur Gewässer, sondern auch Böden und die Atmosphäre. (tsp, Reuters)

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