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Arbeit: Pin will den Post-Mindestlohn zahlen

Die Mitarbeiter des Postzustellers Pin bekommen zwar künftig mehr Gehalt. Um ihre Jobs müssen sie dennoch bangen. Medienberichten zufolge reicht das Pin-Kapital nicht mehr lange.

Der Post-Konkurrent Pin wird einem Bericht von "Focus Online" zufolge nun doch den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn zahlen. Die neue Firmenführung um den Vorstandsvorsitzenden Horst Piepenburg habe intern festgelegt, die Löhne noch in diesem Monat anzupassen. Allerdings sei noch offen, wie lange das Unternehmen die Gehälter zahlen könne.

Nach dem Bericht reicht das Pin-Kapital nur bis zum 29. Februar. Sei bis dahin kein neuer Investor gefunden, seien die einzelnen Pin-Gesellschaften endgültig zahlungsunfähig und die Insolvenz wäre nicht mehr abzuwenden. Pin teilte mit, das Unternehmen wolle sich Mittwochmittag zur Entscheidung über den Mindestlohn äußern.

Der Springer-Konzern hatte als Mehrheitsgesellschafter bei Pin kurz vor Weihnachten den Geldhahn zugedreht, vor allem wegen des aus seiner Sicht zu hohen Mindestlohnes. Vergangene Woche verweigerten die übrigen Gesellschafter, wie etwa die WAZ oder der Madsack-Verlag weitere finanzielle Zuwendungen. Deshalb verhandelt der neue Pin-Chef Piepenburg derzeit offenbar mit Investoren über eine Übernahme. Bislang zahlte Pin seinen Zustellern durchschnittlich 7,50 Euro und geriet selbst mit diesem Stundenlohn in die finanzielle Schieflage. Der Mindestlohn liegt deutlich über diesem Wert. (kj/AFP)

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