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Der Schlummerpunkt: Was im Gehirn im Moment des Einschlafens passiert
Forschende haben die Hirndaten von über 1000 Menschen analysiert – und in den Hirnwellen überraschend einen Kipppunkt beim Einschlafen entdeckt. Um den zu erreichen, muss man aber erst zur Ruhe kommen.
Stand:
Vermutlich ist es vielen schon passiert: Man sitzt nach einem langen Tag vor dem Fernseher, die Augen werden schwer, und man schläft einfach ein.
Doch was passiert eigentlich an diesem Punkt im Gehirn? Und warum schläft man manchmal wider Willen ein, während man sich zu anderen Zeiten schlaflos im Bett wälzt?
Noch immer gibt der Schlaf der Wissenschaft viele Rätsel auf, dabei ist er absolut lebenswichtig. Ein Mangel an Schlaf kann krank machen: „Schlafstörungen sind ein zentraler Treiber neurodegenerativer Erkrankungen“, sagt Nir Grossman vom UK Dementia Research Institute in London. „Menschen mit Schlafstörungen haben insbesondere ein erheblich höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken.“
Um besser zu verstehen, wie wir einschlafen, hat sich Grossman mit einem Team die Vorgänge im Gehirn genauer angeschaut. Seine Erkenntnis: Der Moment, in dem wir einschlafen, verläuft offenbar anders, als lange angenommen.
Für die Studie hat das britische Team die Schlafdaten von mehr als 1000 Probandinnen und Probanden analysiert. Diese hatten eine portable EEG-Apparatur für zu Hause bekommen, mit der sich die Hirnströme in der vertrauten Umgebung messen lassen. Bei einem EEG werden über Elektroden auf der Kopfhaut winzige Spannungsschwankungen aufgezeichnet, die entstehen, wenn Nervenzellen miteinander kommunizieren.
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