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Eindrücke vom Strand in Playa de Palma auf der Insel Mallorca zur Hauptsaison im Sommer 2024.

© IMAGO/Chris Emil Janssen

„Stark für Klimakrisen verantwortlich“: Reichstes Prozent hat Treibhausgasbudget 2026 laut Oxfam schon jetzt aufgebraucht

Oxfam moniert, dass etwa ein extrem reicher Europäer in einer Woche so viele Treibhausgase erzeugt wie ein sehr armer Mensch im ganzen Leben. Was die Organisation jetzt fordert.

Stand:

Das reichste Prozent der Weltbevölkerung hat nach einer Berechnung der Entwicklungsorganisation Oxfam am 10. Januar bereits sein Treibhausgasbudget für das Jahr 2026 ausgeschöpft. Dies verdeutliche, wie „unverhältnismäßig stark die Reichen und Superreichen für die Klimakrisen verantwortlich sind“, erklärte die Organisation in Berlin.

Das jährliche Treibhausgasbudget bezieht sich auf die Menge an CO₂, die pro Kopf jährlich ausgestoßen werden darf, um die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

Oxfam zufolge erzeugt ein extrem reicher Europäer in rund einer Woche so viel Treibhausgase wie ein Mensch aus dem ärmsten Prozent der Weltbevölkerung in seinem gesamten Leben. Dabei spiele nicht nur der Lebensstil, etwa durch die Benutzung von Privatjets, eine Rolle.

Auch würden sie ihren Reichtum in Industrien investieren, die viele Emissionen ausstoßen, argumentiert Oxfam. Laut deren Berechnung ist ein Milliardär durch die Unternehmen in seinem Portfolio für durchschnittlich jährlich 1,9 Millionen Tonnen CO₂-Ausstoß verantwortlich.

Steuer auf Gewinne aus fossilen Energien

Die Reichen und extrem Reichen würden daher ab dem 11. Januar die Treibhausgasbudgets der übrigen Weltbevölkerung „plündern“. Daher sollten sie „finanziell stärker in die Verantwortung genommen werden“. Oxfam fordert eine Steuer auf Gewinne von Öl-, Gas- und Kohleunternehmen.

Zur Berechnungsgrundlage gab Oxfam an, dass eine Person im reichsten Prozent jährlich 75,1 Tonnen CO₂ ausstoße. Gemäß dem UN-Umweltprogramm zur Reduzierung der Emissionen bis 2030 dürfte jede Person nur 2,1 Tonnen CO₂ produzieren. (epd)

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