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Grok soll in Systeme des US-Militärs integriert werden: Hegseth will Elon Musks umstrittenen KI-Chatbot mit Geheimdienstdaten füttern
Der KI-Chatbot Grok steht derzeit massiv in der Kritik, weil er sexualisierte Kinderbilder erstellt hat. Nun soll Musks Software Zugriff auf zwei Jahrzehnte militärischer Operationsdaten erhalten.
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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will Elon Musks umstrittenen KI-Chatbot Grok im Pentagon nutzen. „Sehr bald werden wir die weltweit führenden KI-Modelle in jedem nicht geheimen und geheimen Netzwerk unseres Ministeriums haben“, sagte Hegseth am Montag in einer Rede bei Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX in Texas.
In einem kurzen Ausschnitt der Rede, den die Nachrichtenagentur Reuters veröffentlichte, kündigte Hegseth an, dass Grok noch in diesem Monat im Verteidigungsministerium in Betrieb genommen werde. Er werde „alle geeigneten Daten“ aus den IT-Systemen des Militärs für die „Nutzung durch KI“ zur Verfügung stellen, berichtete die Nachrichtenagentur AP zudem. Auch Daten aus Geheimdienstdatenbanken würden in KI-Systeme eingespeist.
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Der Verteidigungsminister wies demnach darauf hin, dass das Pentagon über „kampferprobte operative Daten aus zwei Jahrzehnten militärischer und nachrichtendienstlicher Operationen“ verfüge. „KI ist nur so gut wie die Daten, die sie erhält, und wir werden dafür sorgen, dass diese Daten vorhanden sind“, sagte Hegseth.
Hegseth sagte laut AP zudem, er wolle, dass KI-Systeme innerhalb des Pentagon verantwortungsbewusst eingesetzt werden, fügte jedoch hinzu, dass er alle KI-Modelle ablehne, „die es nicht ermöglichen, Kriege zu führen“. Seine Vision für militärische KI-Systeme bedeute, dass diese „ohne ideologische Einschränkungen, die rechtmäßige militärische Anwendungen begrenzen“ funktionierten. Die KI des Pentagon werde „nicht woke“ sein.
Der Zeitpunkt der Ankündigung ist brisant: Grok – das in Musks sozialem Netzwerk X eingebettet ist – steht derzeit weltweit massiv in der Kritik, weil die KI es Nutzern erlaubt, ohne Zustimmung der Betroffenen sexualisierte Bilder von Frauen und sogar Kindern zu generieren. Die britische Medienaufsicht ermittelt, Malaysia will gegen X vor Gericht ziehen. (Tsp)
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