• Am liebsten für Verkehrspolitik: Monika Herrmann erwägt Kandidatur für Berliner Abgeordnetenhaus

Am liebsten für Verkehrspolitik : Monika Herrmann erwägt Kandidatur für Berliner Abgeordnetenhaus

Die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg denkt laut über einen Wechsel ins Berliner Parlament nach. Verkehrspolitik würde sie reizen.

Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen).
Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen).Foto: Paul Zinken/dpa

Dass Monika Herrmann „aufhören“ wolle, hatte sich rumgesprochen. Vor knapp einem Jahr ließ die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg verlauten, dass sie das Amt nach Ende der Legislaturperiode 2021 abgeben werde.

Für die Zeit ab 2022 habe sie noch keine konkreten Pläne, hatte die 56-Jährige damals gesagt. Jetzt ist das etwas konkreter geworden, aber alles noch „mit einem großen Fragezeichen“, das betonte sie.

Dem Tagesspiegel bestätigte Herrmann am Mittwoch, dass sie sich gut vorstellen könnte, Mitglied des Abgeordnetenhauses zu werden. „Ich ziehe das in Erwägung“, sagte sie.

Es sei besonders spannend, sich dort so ganz auf ein Thema politisch konzentrieren zu können. Im Bezirksamt habe sie ein riesiges Portfolio an Themen.

Herrmann leitet neben ihrem Amt als Bezirksbürgermeisterin auch die Abteilung Familie, Gesundheit und Personal. Sie ist seit 1990 im Bezirksamt tätig, hatte in der Zeit bis heute verschiedene Führungsaufgaben inne.

Verkehrspolitik würde sie besonders reizen

Im Abgeordnetenhaus würde sie dann am liebsten Verkehrspolitik machen, sagte sie. Was passt: Denn der verkehrspolitische Sprecher Harald Moritz, will aller Voraussicht nach nicht wieder antreten, also wäre seine Sprecher-Funktion vakant. Bei den Grünen heißt es auch, das würde mit Frau Herrmann „doch gut passen“.

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Sie selbst sagt, das sei alles noch nicht sicher. „Ich schwanke zwischen kompletter Ruhe und anders Politik machen.“

Eins aber sei sicher, sie werde nicht Staatssekretärin und nicht Senatorin, denn dann, sagt sie, könne sie ja auch gleich Bezirksbürgermeisterin bleiben - das sei ein „wunderbarer Job“. Den Chefsessel möchte sie aber nicht mehr.

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