Was Studierende und prominente Absolventen von der Umbenennung halten

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Berlin-Zehlendorf : Nächster Halt: Freie Universität
Annika Middeldorf

Cerstin Richter-Kotowski, Bildungsstadträtin in Steglitz-Zehlendorf:
„Ich finde die Idee großartig! Sie wurde schon vor einiger Zeit von der CDU in der Bezirksverordnetenversammlung entwickelt. Ich bin selber Absolventin der Freien Universität. Und mein Schwiegervater, Professor Georg Kotowski, war als Student ein Gründungsmitglied. Er hätte sich sehr über eine solche Initiative gefreut!“

Ernst Elitz, früherer Intendant des Deutschlandradios und Direktor an der Berlin Media Professional School an der Freien Universität Berlin:
„Diese Forderung gibt es seit der Gründung der Freien Universität. Eine Universität braucht eine Adresse, die sich für jeden Berliner und Berlinbesucher einprägt. Eine U-Bahn-Station Freie Universität ist auch ein Signal für die historische Bedeutung der Hochschule für die Stadt im Kampf um die Freiheit des Geistes.“

Frank Lüdecke, Berliner Kabarettist und Autor und ehemaliger Student der Freien Universität:
„Eine Station Freie Universität klänge natürlich gut. Ein Teil der Studierenden würde allerdings dort aussteigen, um dann eine Station nach Dahlem-Dorf zurückzulaufen, weil es von da näher ist. In jedem Fall Vorsicht bei privaten Sponsoren! Am Ende heißt die Station Mercedes-Benz-Universität am O2-Platz.“

Clara Nicola, Jurastudentin im dritten Semester:
„Das ist eine gute Idee. Auch weil die Uni für Dahlem sehr prägend ist, finde ich es richtig, wenn man eine Haltestelle nach ihr benennt. Da es den Thielplatz nicht gibt, ist es sinnvoll, die Station umzubenennen.“

Eric Schweitzer, Unternehmer und Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sowie der IHK Berlin:
„Die Freie Universität gehört zu den Top-Universitäten Europas. Entsprechend stolz bin auf meine Alma Mater – und erinnere mich gern an meine Studentenzeit. Dieser Ort der Spitzenforschung ist imagebildend für Berlin. Die Stadt sollte diesen Trumpf spielen: Eine Verortung im U-Bahnplan wäre ein wichtiger Schritt.“

Isabel Fauth, studiert an der Freien Universität Rechtswissenschaft:
„Sofort sehen, wo man hin muss: Das war auch bei der Umbenennung des S-Bahnhofs Unter den Linden in Brandenburger Tor sinnvoll. Besonders für ausländische Studierende, die nur kurz an der Universität sind, wäre die Umbenennung gut.“

Eckart von Hirschhausen, Arzt, Komiker, Autor und Moderator:
„Die Freie Universität hat den Geist dieser Stadt maßgeblich geprägt. Selbst wenn man von Studierenden erwarten sollte, es ohne massive Hinweise zu schaffen, an der richtigen Station auszusteigen, bin ich für eine Umbenennung. Bildung ist seit Jahren unterirdisch unterfinanziert. Das passt zu einer Untergrundbahn-Station!“

Ulli Zelle, rbb-Moderator und Sänger der Band „Ulli und die grauen Zellen“:
„Namen von U-Bahn-Stationen sollen Orientierung bieten. Und wenn man dem Bahnhof entsteigt, ist man dem Herzen der Hochschule ja ganz nah. Taucht dann künftig Freie Universität auf den Linienplänen auf, die auch Touristen aus aller Welt in der Hand halten – das wäre eine tolle Sache."

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