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Berlin-Karlshorst: Die Schrottbrücke liegt immer noch im S-Bahnhof

Vor drei Monaten starb ein Mann bei Bauarbeiten in Karlshorst. Ein Brückenteil war herabgestürzt. Die Bergung ist offenbar ziemlich schwierig. Und auch die Unfallursache ist noch unklar.

In Karlshorst gibt es nichts Neues. Was langsam eine Neuigkeit ist. Denn auch knapp drei Monate nach dem Absturz eines Brückenteils im S-Bahnhof Karlshorst gibt es noch kein Bergungskonzept für das Großteil. Bei dem Unfall am 12. Oktober war ein Arbeiter ums Leben gekommen, ein weiterer schwer verletzt worden. Der Zugang im Unglücksbereich ist noch immer gesperrt, der dortige Aufzug nicht nutzbar. Die Bahn arbeite weiter „mit Hochdruck“ an einem Konzept, teilte ein Sprecher am Montag mit. Der Eingangsbereich solle so schnell wie möglich wieder geöffnet werden. Einen Termin gibt es aber weiter nicht.

Auch die Unfallursache ist noch nicht ermittelt. Nach ersten Erkenntnissen soll das Brückenteil beim Einbau nicht ausreichend gesichert gewesen sein.

Der Bahnhof wird bei den Arbeiten zur Verbreiterung der Treskowallee von 15 Meter auf 31 Meter umgebaut und erhält dabei Zugänge von beiden Straßenseiten. Der Einbau der Brücken dort verlief ohne Probleme. Die eingestürzte Fußgängerbrücke sollte die Verbindung zum Bahnsteig herstellen. Erst wenn sie entfernt ist, gehen auch die Arbeiten weiter.

Die Bahn will die Brücke wieder verwenden, falls dies möglich ist. Auch dies ist noch nicht klar.

Der S-Bahn-Verkehr läuft immerhin nach Plan.

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