E-Scooter in Berlin : Polizei will Elektro-Roller nicht auf Gehwegen

Das Bundesverkehrsministerium will kleine Elektro-Roller noch in diesem Jahr zulassen. Berliner Polizei, Radfahr- und Fußgängerverbände sind dagegen.

Aktivisten fahren mit ihren Elektrokleinstfahrzeugen während einer Demonstration am 13.12.2018 um den Großen Stern in Berlin.
Aktivisten fahren mit ihren Elektrokleinstfahrzeugen während einer Demonstration am 13.12.2018 um den Großen Stern in Berlin.Foto: imago/Markus Heine

Polizei und Verkehrsverwaltung sind gegen die Freigabe von Elektro-Rollern auf Gehwegen. „Wir wollen diese ,Elektrokleinstfahrzeuge nicht auf Gehwegen“, sagte der Berliner Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese am Montag bei der Vorstellung der Unfallbilanz. Der Chef der Verkehrspolizei, Frank Schattling, sprach von „sehr gemischten Gefühlen“ gegenüber diesen E-Fahrzeugen.

Wie berichtet, will das Bundesverkehrsministerium diese noch in diesem Jahr zulassen, um das „Zukunftspotenzial der Mikromobilität“ zu fördern. Radfahr- und Fußgängerverbände sind strikt dagegen, weil sie Unfälle befürchten. Das sieht auch die Polizei so, „wenn es enger wird auf den Wegen“ werde es auch mehr Unfälle geben.

Langsame Fahrzeuge bis 12 km/h könnten künftig auf dem Gehweg fahren, schnellere bis 20 km/h auf dem Radweg, so sieht es ein Entwurf des Ministeriums vor. „Die vorhandenen Radwege reichen nicht mal für den Radverkehr“, hatte ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork gesagt.

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