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Eisbär Wolodja sitzt im Tierpark in Berlin in seinem Gehege. Er ist der Vater der neugeborenen Zwillinge - leider hat wohl nur ein Baby überlebt.

© Britta Pedersen/dpa

Ein neues Video aus der Wurfhöhle macht Hoffnung. Mutter Tonja kümmert sich gut um eines der Eisbärenbabys. Das zweite Baby hat aber nicht überlebt.

"Mutter Tonja hat die Höhle gestern kurz verlassen, um etwas trinken zu gehen", sagte Philine Hachmeister, Sprecherin des Berliner Zoos und des Tierparks, am Dienstagmorgen. Danach kam die Eisbären-Mutter zurück und kümmerte sich weiter um das kleine Eisbärenbaby in der Wurfhöhle. Das zeigen die Aufnahmen der Kamera, die der Tierpark am Montag veröffentlicht hatte.

Offensichtlich kümmert sich die Mutter gut um das Kleine, nimmt es an und verstößt es nicht. Das ist nicht selbstverständlich, denn Tonja ist zum ersten Mal Mutter geworden. Eisbären lernen nicht von ihren Müttern, wie man Kinder aufzieht, beim ersten Wurf ist daher die Unsicherheit besonders groß.

Tosca, die Mutter von Eisbär Knut, hatte ihre im Dezember 2006 geborenen Zwillinge nicht angenommen. Tierpfleger Thomas Dörflein zog Knut von Hand auf, Knuts Bruder starb wenige Tage nach der Geburt.

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Obwohl die Mutter die Höhle verlassen hat, ist immer noch kein zweites Eisbärchen auf der Kamera zu sehen. "Das zweite Baby ist tot, dass ist leider Gewissheit", sagt der zuständige Kurator Florian Sicks.

Das Geschwisterchen von Tonjas Jungtier wurde seit dem fünften Tag nach der Geburt nicht mehr gesehen. Die Chancen, dass das überlebende Baby durchkommt, stünden allerdings gut, sagt Sicks.

Die ersten 10 bis 14 Tage sind die kritischsten für den Nachwuchs bei den Eisbären, die Sterblichkeitsrate liegt bei etwa 50 Prozent, aktuell sind wir bei Tag 12. Die kritischste Zeit ist damit fast überwunden.

Ins Freie kommt Tonja mit ihrem Jungen wohl erst im Frühjahr, dann folgt der kleine Eisbär der Mutter für zwei Jahre.

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