
© Jens Kalaene/dpa
Er soll 22.000 Euro erbeutet haben: 20-Jähriger gesteht Überfälle auf vier Glücksspiel-Gewinner in Berlin
In der Spielbank oder im Wettbüro hielt eine Gruppe von jungen Männern in Berlin Ausschau nach möglichen Opfern. Glückliche Gewinner wurden verfolgt und attackiert.
Stand:
Nach einer Serie von Überfällen auf Glücksspiel-Gewinner hat ein 20-Jähriger vor dem Berliner Landgericht gestanden. Er habe sich von Mittätern überreden lassen, erklärte der Angeklagte. Vier Taten mit einer Beute von insgesamt rund 22.000 Euro werden ihm zur Last gelegt.
Die Anklage lautet auf schweren Raub und gefährliche Körperverletzung. Zwischen dem 1. März und dem 1. Juli 2025 seien mögliche Opfer in Spielbanken und einem Wettbüro ausgespäht worden, um sie zu berauben. Der 20-Jährige war laut Staatsanwaltschaft einer von fünf Männern, die an den Taten beteiligt gewesen seien. Die Gruppe habe sich zusammengeschlossen, um Überfälle auf Personen zu begehen, die kurz zuvor beim Glücksspiel gewonnen hatten.
79-Jährige unter den Opfern
Betroffen waren drei Männer und eine Frau. Die 79-Jährige schilderte als Zeugin im Prozess, sie habe in einer Spielbank in Berlin-Mitte beim Roulette einen kleineren Gewinn erzielt und sich dann auf den Heimweg gemacht. An einer Bushaltestelle sei sie von hinten gepackt und mit Reizgas attackiert worden. Die beiden Angreifer hätten ihre Tasche mit 250 Euro geraubt.
Der 20-Jährige, der Ende Juli festgenommen wurde und sich seitdem in Untersuchungshaft befindet, bat um Entschuldigung. Über einen Bekannten sei er zu der Gruppe gekommen – „sie haben großen Einfluss auf mich genommen“, so der Angeklagte. Von der Beute habe er etwa 4000 Euro erhalten. Er wolle nun mit Hilfe seiner Familie den Schaden wiedergutmachen. Der Prozess wird am 13. Januar fortgesetzt. (dpa)
- showPaywall:
- false
- isSubscriber:
- false
- isPaid: