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Festivalbesucher tanzen auf einer Bühne auf dem Gelände des Fusion-Festival (Archiv). Seit 1997 findet es auf dem ehemals sowjetischen Militärflugplatz Lärz statt.
© dpa/Christian Charisius

Festival nördlich von Berlin: Fusion-Besucher melden mehr als 600 Corona-Infektionen

Kein gutes Ende: Offenbar haben sich Hunderte Besucherinnen und Besucher der Fusion mit Corona angesteckt. In einem Online-Forum zählen sie ihre Infektionen.

Mehr als 75.000 Menschen tanzten und feierten am Wochenende auf der Fusion, dem großen Musik- und Theaterfestival auf den Ex-Militärflugplatz Lärz (Mecklenburgische Seenplatte). Hunderte von ihnen haben sich dabei offenbar mit Corona angesteckt: Im Forum des Vereins Kulturkosmos, der das Fusion-Festival veranstaltet, zählen Besucherinnen und Besucher ihre Infektionen.

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Mehr als 600 waren es am Donnerstag gegen 18 Uhr. Zunächst hatte die "Berliner Zeitung" berichtet. Wie verlässlich die Zahlen im Detail sind, bleibt unklar. Sie geben jedoch einen Hinweis darauf, dass sich das Coronavirus unter vielen Besucherinnen und Besuchern verbreitet hat. Manche beschreiben in dem Forum auch detailliert ihre Symptome.

Am Mittwoch hatte auch die Polizei Bilanz des mehrtägigen Festivals gezogen. Bei Kontrollen wurden 56 Autofahrerinnen und -fahrer festgestellt, die wohl unter Drogeneinfluss Fahrzeuge führten, dazu wurden 80 Strafanzeigen wegen illegalen Drogenbesitzes etlicher Substanzen gestellt.

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Zudem wurden zwei mutmaßliche Drogendealer aufgegriffen, bei denen eine Vielzahl von Rauschgiftarten, darunter 8200 sogenannte LSD-Trips, beschlagnahmt wurden.

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Die 31- und 32-jährigen Tatverdächtigen kamen nach Angaben der Polizei in Untersuchungshaft. Der Straßenverkaufswert dieser Drogen liege bei einer sechsstelligen Summe.

Das alternative Festival mit 40 Bühnen auf dem ehemals sowjetischen Militärflugplatz gilt als eines der größten Musik- und Theaterfeste Europas. (doma, dpa)

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