Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei : "Eine-Welt-Zentrum" entsteht in Neukölln

Das Land Berlin unterstützt den gemeinnützige Verein Berlin Global Village zur Realisierung des Projektes mit drei Millionen Euro.

Das Zentrum soll in einem Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei in Neukölln entstehen. Hier ein Bild von 2005.
Das Zentrum soll in einem Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei in Neukölln entstehen. Hier ein Bild von 2005.Foto: Mike Wolff

Auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei soll ein „Eine-Welt-Zentrum“ errichtet werden. Der 2011 gegründete Trägerverein Berlin Global Village will im Neuköllner Rollberg-Viertel ein Zentrum errichten, in dem rund 30 entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen auf einer Bürofläche von 3500 Quadratmeter arbeiten können. Rund 1000 Quadratmeter sollen öffentlich genutzt werden. „Wir bieten Konferenz- und Seminarräume, eine Mediathek und ein faires Café an“, sagte Geschäftsführer Armin Massing.

Der Verein will dieses Zentrum in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude und in einem Neubau unterbringen. Vor zwei Jahren hat die deutsche Tochter Terra Libra Immobilien GmbH der Schweizer Stiftung Edith Maryon einen Großteil des ehemaligen Brauereigeländes gekauft. Die Stiftung stellt Immobilien für gemeinnützige Organisationen zur Verfügung.

„Berlin setzt auf globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“

Die Berlin Global Village will nun einen Erbbaurechtsvertrag für 100 Jahre mit der Terra Libra Immobilien GmbH abschließen. Der Gesamtaufwand beläuft sich laut Massing auf rund 10,5 Millionen Euro (der Kaufpreis liegt bei etwas mehr als 5 Millionen Euro, der Rest wird für den Abriss und den Neubau verwendet), davon werden 7,5 Millionen Euro als Bankkredit aufgenommen. Die Refinanzierung soll unter anderem durch die Mieteinnahmen erfolgen.

Das Land Berlin hat nun drei Millionen Euro als Investitionszuschuss bewilligt. „Das ist das benötigte Eigenkapital für den Bankkredit“, sagte Massing. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) sagte dem Tagesspiegel, mit diesem Zuschuss könne nun das seit sieben Jahren geplante Zentrum realisiert werden.

Die Kindl-Brauerei als Kunstzentrum
Herr der Sudpfannen. Der künstlerische Direktor des Kindl-Kunstzentrums, Andreas Fiedler, im Sudhaus, wo sechs gigantische Sudpfannen noch erhalten blieben.Alle Bilder anzeigen
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18.04.2013 18:18Herr der Sudpfannen. Der künstlerische Direktor des Kindl-Kunstzentrums, Andreas Fiedler, im Sudhaus, wo sechs gigantische...

„Berlin als internationale Stadt setzt auf globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit.“ Auf dem Gelände solle „ein lebendiger Ort entstehen, von dem aus Impulse für das bürgerschaftliche und zivilgesellschaftliche Engagement“ für eine global gerechte Gesellschaft in Berlin hinausgehen sollten. Das sei laut Pop „heute wichtiger denn je“.



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