zum Hauptinhalt
Ein Organspende-Ausweis dokumentiert die Entscheidung. (Symbolbild)

© Michael Kappeler/dpa

Bilanz für 2025: Weniger Organspender in Berlin – mehr in Brandenburg

Deutschlandweit ist die Zahl der Organspenden auf dem höchsten Stand seit Jahren. So sieht es in Berlin und Brandenburg aus.

Stand:

Während in Berlin 2025 weniger Menschen ein oder mehrere Organe gespendet haben, ist die Zahl der Organspender in Brandenburg im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Wie aus Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hervorgeht, spendeten in der Hauptstadt im vergangenen Jahr 33 Menschen nach ihrem Tod Organe – in Brandenburg waren es 20.

2024 hatte die DSO in Berlin noch 42 und 2023 53 spendende Personen gezählt. In Brandenburg gab es 2024 hingegen zwölf Organspender, 2023 waren es 25 spendende Menschen. 

Bundesweit höchster Stand seit 2012

Bundesweit erreichte die Organspende laut DSO 2025 mit 985 Spenderinnen und Spendern den höchsten Stand seit 2012. Das sei ein ermutigendes Signal, aber immer noch zu wenig, so die in Frankfurt ansässige Stiftung. Trotz Anstiegs reiche die Zahl der Spenderorgane nicht aus, um bundesweit allen Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen.

In Berlin wurden im vergangenen Jahr laut vorläufigen Zahlen 84 Organe ins In- und Ausland gespendet – teils deutlich weniger als in den Jahren zuvor (2024: 98 Organe, 2023: 165 Organe). In Brandenburg hingegen waren es mit 53 gespendeten Organen deutlich mehr als 2024 (29), aber weniger als 2023 (63 Organe).

Die DSO begrüßte, dass die Politik erneut über eine Widerspruchslösung diskutiere. Sie würde bedeuten, dass jeder Bürger grundsätzlich als Organspender gilt, solange er nicht aktiv widersprochen hat. Aktuell gilt hingegen eine Zustimmungslösung. (dpa)

Zur Startseite

showPaywall:
false
isSubscriber:
false
isPaid:
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })