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An zwei großen Berliner Krankenhäusern gab es im November eine mutmaßlich politisch motivierte Brandstiftung und eine Explosion durch Pyrotechnik.

© Michael Ukas/dpa

Wegen wachsender Zahl verdächtiger Vorfälle: Berliner Krankenhausgesellschaft warnt Kliniken vor Sicherheitslücken

Ein Brand an der Charité, eine Böllerexplosion bei Vivantes – an Berlins Krankenhäusern häufen sich mutmaßlich politisch motivierte Straftaten. Nicht nur Notfallkonzepte sind daher wichtig.

Stand:

Angesichts einer wachsenden Zahl verdächtiger Vorfälle wie Drohnenüberflügen, Cyberangriffen und Einbrüchen warnt die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) Kliniken vor gefährlichen Sicherheitslücken. Die Kliniken der Hauptstadt stünden aufgrund ihrer geopolitischen Lage besonders im Fokus, sagte BKG-Geschäftsführer Marc Schreiner laut einer Mitteilung. „Sie müssen sensibel sein für Sabotage und Spionage und sich gegen Beschädigungen und Ausspähung schützen können.“

Um Kliniken zu sensibilisieren, informierte die BKG am Mittwoch gemeinsam mit Expertinnen und Experten von Verfassungsschutz, Landeskriminalamt und Cybersicherheitsbehörden bei einer Veranstaltung über Schutzmaßnahmen für die Krankenhausinfrastruktur. 

Um krisenresilient zu sein, ist es laut BKG wichtig, typische Spionagemuster zu erkennen, Sicherheitslücken auf den eigenen Geländen systematisch aufzudecken, Personal zu schulen und allgemein zu mehr Wachsamkeit aufzurufen. „Praxistaugliche Notfall- und Schutzkonzepte müssen jetzt in den Krankenhäusern entwickelt und in Abstimmung mit Sicherheitsbehörden zur Anwendung kommen. Bei all dem unterstützen wir die Kliniken aktiv“, hieß es in der Mitteilung. Wichtig sei aber auch die Unterstützung der Politik. (dpa)

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