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Opfer eines Tötungsdelikts: Jim Reeves, Ex-Sänger der Band Sqeezer, hier bei einem Auftritt 2015.
© imago/Ralf Müller

Ex-Sqeezer-Sänger: Lange Haft für Mörder von Jim Reeves

2016 war der frühere Sqeezer-Sänger in einem Hostel in Charlottenburg von zwei Männern misshandelt und erschlagen worden.

Es war im Februar 2016, als es in einem Hostel in Charlottenburg zur verhängnisvollen Begegnung kam: Jim Reeves, der in den 1990er Jahren mit seiner Band Sqeezer erfolgreich war, wurde brutal geschlagen und sexuell misshandelt. Zwei Männer, mit denen er sich damals ein Sechs-Bett-Zimmer teilte, wurden am Dienstag zu langjährigen Strafen verurteilt.

Gegen Pawel A. verhängte das Landgericht 14 Jahre Haft. Für 13 Jahre soll Adam K. hinter Gitter. Die Bauarbeiter aus Polen wurden des Totschlags in einem besonders schweren Fall sowie des Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person schuldig gesprochen.

Mit Stuhlbein gepfählt

Der 47 Jahre alte Reeves und die 31 und 24 Jahre alten Bauarbeiter hätten am 1. Februar 2016 zunächst gemeinsam Alkohol konsumiert, hieß es im Urteil. Als der Musiker den beiden Angeklagten in „lockerer Stimmung“ ein sexuelles Kontaktangebot gemacht habe, hätten sie ihn massiv attackiert. Sie hätten dem schwer verletzt und am Boden liegenden Opfer dann „in einer degradierenden, homophobe Gefühle ausdrückenden Art mehrfach mit einem Stuhlbein gepfählt“.

Während K. gestanden hatte, beteuerte A. seine Unschuld. Die Anklage war von einem Mord ausgegangen und hatte jeweils vierzehneinhalb Jahre Haft verlangt. Weil die Angeklagten stark angetrunken waren, lag auch aus Sicht der Richter eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit vor. A. soll deshalb nach fünf Jahren Haft in der Entziehungsanstalt untergebracht werden.

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