"Marsch der Frauen" in Berlin : AfD zeigt Politiker nach Frauendemo an

Nach ihrer Teilnahme am "Marsch der Frauen" wurden der Linken-Politiker Hakan Tas und die Grünen-Politikerin Katrin Schmidberger von zwei AfD-Parlamentariern angezeigt.

Da liefen sie noch: Die Teilnehmer vor der Blockade auf der Friedrichstraße.
Da liefen sie noch: Die Teilnehmer vor der Blockade auf der Friedrichstraße.Foto: Maria Fiedler

Hakan Tas (Linke) und Katrin Schmidberger (Grüne) müssen sich nach ihrer Teilnahme beim "Marsch der Frauen" mit Strafanzeigen auseinandersetzen: Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD, Frank-Christian Hansel, und der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Karsten Woldeit, haben nach Angaben auf der Webseite der Partei Anzeigen gegen die Politiker erstattet.

Hansel schrieb, Tas und Schmidberger hätten "gemeinsam mit anderen Störern versucht, die friedliche Frauenrechtsdemo - an der auch ich teilgenommen haben - mit gesetzeswidrigen Blockaden aufzuhalten."

Tas bekräftigte, dass er an der Demo teilgenommen habe. Auf seiner Facebookseite teilte er einen Bericht der "Berliner Morgenpost", der er erklärte, er habe niemanden blockiert und sei von der Polizei nicht aufgefordert worden, den Ort zu verlassen. Wer mit "rassistischen Parolen" auf die Straße gehe, müsse damit rechnen, dass Demokraten sich mit friedlichen Mitteln widersetzten.

"Politisch motivierte Körperverletzung"

Nach Angaben der AfD wurde Karsten Woldeit am Rande der Demo angegriffen und getreten, wovon er Prellungen am Bein davontrug: "Ich werde solche Übergriffe nicht einfach hinnehmen. Darum habe ich Strafanzeige wegen politisch motivierter Körperverletzung gestellt", so Woldeit.

Die Frauendemo hatte das AfD-Mitglied Leyla Bilge gestartet. Sie sieht die Sicherheit von Frauen durch die Migrationspolitik der Bundesregierung bedroht. Auf der Demo forderte sie: „Kriminelle Ausländer sofort abschieben!“

Die Demonstration sollte vom Kreuzberger Mehringplatz zum Kanzleramt führen. Wegen der Blockade musste sie aber gegen 18 Uhr am Checkpoint Charlie abgebrochen werden. (tsp)

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