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Nach Ausbrüchen aus JVA Plötzensee : Zwei weitere Ausbrecher haben sich gestellt

Am 28. Dezember waren vier Häftlinge aus dem geschlossenen Vollzug geflohen. Drei von ihnen haben sich bisher freiwillig gestellt.

Blick auf die Gefängnismauer und zwei Wachtürme der Justizvollzugsanstalt (JVA) Plötzensee.
Blick auf die Gefängnismauer und zwei Wachtürme der Justizvollzugsanstalt (JVA) Plötzensee.Foto: Paul Zinken/dpa

Zwei weitere Strafgefangene des Ausbruchs vom 28. Dezember haben sich am Mittwochabend an der Pforte der Justizvollzugsanstalt Plötzensee gestellt. Das teilte die Senatsverwaltung für Justiz mit. Bereits am Vortag hatte sich ein erster entflohener Strafgefangener in der JVA Plötzensee in Anwesenheit seines Anwalts gestellt.

Am 28. Dezember 2017 waren vier Gefangene aus dem geschlossenen Vollzug der JVA Plötzensee ausgebrochen. Im Anschluss kam es zu weiteren Entweichungen. Insgesamt waren zeitweise neun Gefangene auf der Flucht.

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hatte erst Stunden zuvor eine zu laxe Beaufsichtigung der Häftlinge bestritten. „Der Eindruck, hier könne jeder rein- und rausgehen wie er lustig ist, ist falsch“, sagte Behrendt bei einem Besuch der Justizvollzugsanstalt Plötzensee. Persönliche Konsequenzen lehnte er ab und kündigte stattdessen mehr Wachpersonal an. Der Berliner Vollzugsbeirat nahm den Senator gegen die Kritik der Opposition in Schutz. (Tsp)

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