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Menschen suchen Abkühlung im Weißen See.

© picture alliance / dpa / Jörg Carstensen

Tagesspiegel Plus

Zu Beginn der Berliner Badesaison: Bezirk Pankow will Wildbaden im Weißen See unterbinden

Planschen nur noch im Strandbad, Grillen und Radfahren verboten: Mit neuen Schildern will Pankow die Lage am Weißen See unter Kontrolle kriegen.

Von Christian Hönicke

Wildbaden verboten – an diese neue, alte Regel sollen sich Besucher des Weißen Sees ab sofort halten. Darauf werden die neuen Schilder hinweisen, die das Bezirksamt entwickeln ließ und auf denen die „Parkregeln“ am Weißen See aufgeführt werden. Auf ihnen ist unter anderem aufgeführt, dass das beliebte „Wildbaden“ außerhalb des Strandbads untersagt ist.

Auf den Schildern stehen folgende Regeln:

  • Hunde bitte an die Leine
  • Müll in die Mülltonne
  • Keine Stand-up-Boote
  • Boote nur vom Bootsverleih
  • Baden nur im Strandbad
  • Keine Shisha
  • Radfahrer absteigen
  • Nicht grillen
  • Lärm vermeiden
  • Kein Feuer
  • Tiere nicht füttern
  • Brutbereiche nicht stören

Die Verbote sind nicht neu, sondern geben im Grunde nur wieder, was im Berliner Grünanlagengesetz steht. Die Sache ist aber ziemlich heikel, da vor allem die Zahl der Wildbadenden am Weißen See in den vergangenen Jahr(zehnt)en im Gegensatz zum Wasserspiegel dramatisch angestiegen ist und bisher durch die Behörden stillschweigend toleriert wurde.

Es handele sich bei der neuen Beschilderung „um ein Pilotprojekt für Pankower Parks, das am Weißen See getestet werden soll“, hatte der zuständige Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) im Oktober 2021 erklärt. „Die Aufstellung soll in Kürze stattfinden.“

Bisher stehen die Schilder aber nicht. Hat der Bezirk am Ende doch kalte Füße bekommen? Nein, erklärt Kuhns Nachfolgerin Manuela Anders-Granitzki (CDU) auf Tagesspiegel-Nachfrage: „Die Schilder sollen zum Saisonstart der Badesaison aufgehängt werden, das heißt Anfang bis Mitte Mai.“

Die erste Badesaison mit Badeverbotsschildern steht also bevor. Ob sich die planschfreudigen Massen daran wirklich halten und was die Behörden bei Zuwiderhandlungen unternehmen, wird man demnächst sehen. Dass der Bezirk dem Treiben an den Ufern des Sees jedenfalls nicht weiter tatenlos zusehen kann, zeigt der erschütternde Angriff auf das Schwanen-Nest am vergangenen Sonntag. Mehr dazu lesen Sie in der Kiezkamera.

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