Neue Statistik für Berlin und Brandenburg : Berlins Bevölkerung wächst langsamer

Die Bevölkerung in den berlinnahen Gebieten in Brandenburg ist gestiegen. Berlin hatte nur einen Zuwachs von 1,1 Prozent – der niedrigste Wert seit 2012.

Knapp 38.700 Menschen mehr als im Vorjahr lebten 2017 in Berlin.
Knapp 38.700 Menschen mehr als im Vorjahr lebten 2017 in Berlin.Foto: picture alliance / Kay Nietfeld

Die Berliner Bevölkerung wächst langsamer als in den Vorjahren. Ende 2017 lebten in der Bundeshauptstadt 3.613.495 Menschen, knapp 38.700 mehr als im Vorjahr, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Freitag in Potsdam mit. Das entspreche einer Zunahme von 1,1 Prozent und damit dem geringsten Bevölkerungswachstum seit 2012. Insgesamt 178.130 Personen zogen vergangenes Jahr nach Berlin, während 144.597 Menschen der Stadt den Rücken kehrten.
Die Einwohner kamen aus 193 verschiedenen Nationen. Knapp drei Millionen der Berliner Einwohner waren Deutsche (2.975.748 Personen). Die Zahl der Ausländer stieg um 39.486 Personen und damit um 6,6 Prozent.

Zuwachs in berlinnahen Gebieten in Brandenburg

Die Einwohnerzahl von Brandenburg hat die 2,5-Millionen-Marke überschritten. Ende 2017 lebten insgesamt 2.504.040 Menschen in dem Bundesland, knapp 9.400 beziehungsweise 0,4 Prozent mehr als Ende 2016, teilte das Statistikamt Berlin-Brandenburg am Freitag in Potsdam mit. Die Einwohnerzahl sei damit im vierten Jahr in Folge gestiegen. Das Bevölkerungswachstum geht vor allem auf Zuzüge aus anderen Regionen und Ländern zurück. 2017 seien rund 20.300 Geburten und 31.800 Sterbefälle sowie rund 82.000 Zuzüge und rund 61.300 Wegzüge erfasst worden.

Die Bevölkerungsentwicklung in den kreisfreien Städten und Landkreisen verlief den Angaben zufolge uneinheitlich. Während die berlinfernen Landkreise Bevölkerungsrückgänge zu verzeichnen hatten, sei die Einwohnerzahl in den an Berlin grenzenden Gebieten weiter gestiegen. Mit Abstand am stärksten war der Zuwachs demnach in der Landeshauptstadt Potsdam mit einem Plus von 2,3 Prozent. Den stärksten Rückgang verzeichnete der Landkreis Spree-Neiße mit einem Minus von 1,2 Prozent. (epd)

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