Abbau in der Bergmannstraße : Parklets und grüne Punkte kommen weg

Die umstrittenen gelben Parklets aus der Bergmannstraße müssen weg und mit ihnen die grünen Punkte auf der Fahrbahn der Bergmannstraße. Ab nächster Woche beginnt der Abbau.

Sie sollten den Verkehr beruhigen und zum Begegnen einladen, jetzt müssen sie weg. Die grünen Punkte und die gelben Parklets.
Sie sollten den Verkehr beruhigen und zum Begegnen einladen, jetzt müssen sie weg. Die grünen Punkte und die gelben Parklets.Mike Wolff

Nach rund einem Jahr Testlauf sollen die umstrittenen Parklets in der Bergmannstraße in Berlin-Kreuzberg ab nächster Woche abgebaut werden. „Der Abbau wird drei Wochen dauern“, teilte Bezirksamtssprecherin Sara Lühmann auf Anfrage mit. Damit werde ein Beschluss der Bezirksverordneten-Versammlung (BVV) umgesetzt. Auch die grünen Punkte an mehreren Stellen der Fahrbahn sollen nun wieder abgetragen werden. Die Markierungen sollten der Verkehrsberuhigung dienen und hatten viel Spott auf sich gezogen.

Passanten sitzen in einem Parklet an der Bergmannstraße in Kreuzberg.
Passanten sitzen in einem Parklet an der Bergmannstraße in Kreuzberg.Paul Zinken

Parklets sind Aufenthaltszonen mit Sitzgelegenheiten und Pflanzen. Sie wurden Ende 2018 im Rahmen eines von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz finanzierten Modellprojekts aufgebaut. In sogenannten Begegnungszonen sollen in der Straße durch Umbauten der Autoverkehr reduziert und mehr Platz und mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden. In Berlin polarisieren solche Areale seit längerem.

Verkehrsberuhigung in der Bergmannstraße
Verkehrsberuhigung durch Parklets und Stahlpoller in der Bergmannstraße in Berlin-Kreuzberg.Weitere Bilder anzeigen
1 von 16Foto: Sina Jamal
27.03.2019 13:17Verkehrsberuhigung durch Parklets und Stahlpoller in der Bergmannstraße in Berlin-Kreuzberg.

Ob die Parklets womöglich zurückkommen, steht noch nicht fest. Von diesem Freitag an sollten mehrere Varianten für die dauerhafte Ausgestaltung der Straße vor Ort vorgestellt werden. Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden nach Bezirksangaben Ende des Jahres erwartet, 2020 soll dann die BVV entscheiden. „Eine perfekte Lösung, bei der die Interessen aller Beteiligten abgedeckt werden, wird es sicherlich nicht geben“, schreibt der Bezirk im Internet. (dpa)