Bezirksposse : Keine neuen Fahrradständer am S-Bahnhof Karow

Das Versprechen von 2014, dass Karow ein paar Fahrradbügel bekommen soll, wurde letztes Jahr erneuert – und jetzt gebrochen. Eine Glosse.

So sieht es vor dem S- und U-Bahnhof in Pankow aus. Im Ortsteil Karow scheitert der Senat seit Jahren an 36 neuen Radständern.
So sieht es vor dem S- und U-Bahnhof in Pankow aus. Im Ortsteil Karow scheitert der Senat seit Jahren an 36 neuen Radständern.Foto: Thilo Rückeis

Karo macht das Leben froh, sagt man beim Skat. Karow macht das Amt k.o., sagt man wohl in Pankow. Es geht um ein paar Fahrradbügel an einem S-Bahnhof, an denen viele Büroklammern hängen. Ende 2013 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung, insgesamt 36 neue Radständer an der überfüllten Pendlerstation Karow aufstellen zu lassen, 2014 sagte das Bezirksamt sie zu.

Drei Jahre lang passierte berlinisch nüschte, dann fragte die Bezirksverordnetenversammlung wieder nach, daraufhin sagte das Bezirksamt 2017 erneut die eigene Zusage zu.

Nun ergab eine zusätzliche Nachfrage zu der zugesagten Zusage durch eine Kleine Anfrage der CDU an Baustadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Grüne) diese Antwort: „Das Bezirksamt kann die Fläche nicht mit Fahrradständern bebauen, da sie gegenwärtig und auch in Zukunft für den Schienenersatzverkehr der S-Bahn benötigt wird.“ Jetzt kann Pankow die Sache in den Skat drücken.