Tödliche Schüsse im Tiergarten : Mord an Georgier in Berlin - Kein persönliches Motiv erkennbar

Nach neuen Erkenntnissen bei den Ermittlungen um den Mord an einem Georgier im Berliner Tiergarten sei bislang kein persönliches Motiv erkennbar.

In Berlin-Moabit soll ein Fahrradfahrer einen Mann erschossen haben. Nach neuen Erkenntnissen sei kein persönliches Motiv erkennbar.
In Berlin-Moabit soll ein Fahrradfahrer einen Mann erschossen haben. Nach neuen Erkenntnissen sei kein persönliches Motiv...Foto: Christoph Soeder/dpa

Zwei Monate nach den tödlichen Schüssen auf einen Georgier in Berlin ermittelt die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt weiter wegen Mordes. Der 49-jährige Verdächtige sitze in Untersuchungshaft, der russische Staatsangehörige habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwoch. „Bei den Ermittlungen gibt es bislang kein erkennbares persönliches Motiv. Wir haben auch keine Hinweise zu einer kriminellen Verbindung zwischen Täter und Opfer“, so der Sprecher.

Nach einem Bericht der „Welt“ am Mittwoch konnte die wahre Identität des mutmaßlichen Mörders bislang nicht ermittelt werden. Laut Zeitungsbericht kämen von den Behörden in Russland trotz deutscher Anfragen keine verwertbaren Informationen.

Zuletzt waren Indizien aufgetaucht, die auf eine Beteiligung Russlands deuten. Nach Medienberichten soll der mutmaßliche Täter kurz nach der Tat von zwei russischen Diplomaten im Berliner Gefängnis besucht worden sein. Sprecher Steltner wollte sich dazu am Mittwoch nicht äußern.

Der Russe wird dringend verdächtigt, am 23. August den 40-jährigen Mann mit georgischer Staatsangehörigkeit in einem kleinen Park in Berlin-Moabit erschossen zu haben. Das Opfer soll als Islamist Anfang der 2000er-Jahre gegen Russland gekämpft haben.

Der „Spiegel“ hatte berichtet, dass russische Behörden aktiv an einer falschen Identität des mutmaßlichen Mörders mitgewirkt haben sollen. Ein russischer Kreml-Sprecher hatte gesagt: „Dieser Fall hat natürlich nichts mit dem russischen Staat und seinen Behörden zu tun.“ (dpa)

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