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Nach Polizeiangaben vom Donnerstag wurden die beiden Insassen bei der geplanten Notlandung verletzt und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert.
© Julian Stähle/dpa
Update

Versuchte Notlandung auf der Autobahn: Tragschrauber bei Berlin abgestürzt – Ermittlungen gegen Piloten

Nach technischen Problemen plant ein Tragschrauber in Brandenburg eine Notlandung auf der Autobahn. Doch das geht schief, beide Insassen werden verletzt. 

Nach dem Absturz eines Tragschraubers am Autobahndreieck Nuthetal bei Michendorf hat die Polizei Ermittlungen gegen den 70-jährigen Piloten aufgenommen. Dabei gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, teilte die Polizeidirektion West am Freitag mit. 

Der Pilot und eine 63-jährige Co-Pilotin wurden bei dem Absturz südlich von Potsdam am Donnerstag schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben des Piloten soll es kurz nach dem Start am kleinen Flugplatz Saarmund, der sich in unmittelbarer Nähe der Autobahn befindet, technische Probleme gegeben haben, wie die Polizei mitteilte.

Der 70-Jährige habe zu einer Notlandung angesetzt. Das gelang ihm jedoch nicht. Das offene Fluggerät mit zwei Sitzen hintereinander sei auf der rechten Leitplanke der Autobahn gelandet und seitlich in den Grünstreifen gekippt.

Bei Tragschraubern haben die Rotoren kein Triebwerk. Sie tragen das per Propeller angetriebene Fluggerät durch den Fahrtwind. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ist nach Polizeiangaben über den Sachverhalt informiert worden.

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Straßenfahrzeuge waren nicht in den Unfall verwickelt, allerdings bildete sich in der Folge ein Stau. Das Dreieck Nuthetal verbindet die Autobahn A115 nach Berlin mit der A10, dem Autobahnring um die Bundeshauptstadt. (Tsp, dpa)

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