Potsdam : Manfred Stolpe mit Preis für innere Einheit Deutschlands geehrt

Brandenburgs erster Ministerpräsident erhält den Frauenbrücke-Preis, weitere Auszeichnungen gehen an Petra Reski und Ulrike Lorenz.

Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD).
Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD).Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Brandenburgs erster Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) ist mit dem Frauenbrücke-Preis für die innere Einheit Deutschlands ausgezeichnet worden. Die außerordentliche Ehrung für die Verdienste des früheren DDR-Kirchenjuristen wurde am Freitag in Potsdam überreicht. Weitere Frauenbrücke-Auszeichnungen gingen in diesem Jahr an die aus Gera stammende Direktorin der Kunsthalle Mannheim, Ulrike Lorenz, und die Journalistin und Buchautorin Petra Reski. Der Preis für die innere Einheit Deutschlands in Europa wurde bereits zum zehnten Mal in Potsdam verliehen.

Der Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretär Thomas Kralinski (SPD), würdigte Stolpe bei der Preisverleihung. Seine Arbeit sei „in vielen verschiedenen Funktionen davon geprägt, Brücken zwischen Menschen zu bauen, Menschen miteinander zu verbinden und gegenseitiges Verständnis aufzubauen“, betonte Kralinski. Stolpes Forderung, dass die Deutschen sich ihre Biografien erzählen sollen, sei „ganz grundlegend für die innere Einheit der Deutschen“.

Der Preis wird getragen von der Stiftung „Frauenbrücke-Preis für die innere Einheit Deutschland“ und alle zwei Jahre ausgeschrieben. Der Frauenbrücke-Verein setzt sich seit 1991 dafür ein, Menschen aus Ost und West einander näher zu bringen. Dieser Arbeit liege das Verständnis zugrunde, dass sich eine wirkliche Einheit Deutschlands nur durch Kennenlernen, das Gespräch miteinander und durch gegenseitigen Respekt erzielen lasse.

28 Jahre nach der Einheit sei dieser Prozess noch nicht abgeschlossen, betonte Kralinski. Männer und Frauen mit ostdeutscher Biografie seien in Leitungspositionen von Verwaltungen, Unternehmen, Medienhäusern und in der Justiz immer noch deutlich unterrepräsentiert. Dies müsse sich ändern. (epd)

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