Quartier Heidestraße ist fast fertig : Tech-Campus von SAP soll Areal komplettieren

Das Quartier Heidestraße soll Arbeiten, Wohnen und Handel integrieren. Der neue SAP-Bürokomplex dort bietet 1200 Arbeitsplätze.

Grundsteinbefüllung. Martin Heinig (l-r), Mitglied der SAP-Geschäftführung, Thomas Bergander, CEO Taurecon Real Estate und Quartier Heidestrasse sowie Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne).
Grundsteinbefüllung. Martin Heinig (l-r), Mitglied der SAP-Geschäftführung, Thomas Bergander, CEO Taurecon Real Estate und...Foto: dpa

Nun ist auch der Grundstein für den letzten der insgesamt neun Baukörper im Quartier Heidestraße am Mittwoch gelegt worden: Das Bürogebäude QH Track schließt die Europacity am Hauptbahnhof nach Westen hin ab.

Größter Mieter ist mit 30.000 Quadratmetern auf dem insgesamt 133.000 Quadratmeter großen Areal der Softwarekonzern SAP, der dort seinen SAP Technologie-Campus errichtet. Dort sollen 1200 Arbeitsplätze entstehen, der gesamt Bürokomplex bietet Platz für 8500 Arbeitsplätze.

In dem Quartier Heidestraße sollen künftig Arbeiten, Wohnen und Handel integriert werden. Dem Ganzen ist bei Baubeginn ein Digitalisierungskonzept zugrunde gelegt worden.

Für die verschiedenen „digitalen Innovationsfelder“ Quartier, Gebäude, Büro- und Gewerbeflächen sowie Wohnflächen wurden frei kombinierbare Module entwickelt. Aus diesen können sich die jeweiligen Nutzer entsprechend ihres individuellen Bedarfs ein Paket für ihre Mietfläche zusammenstellen. Auch spätere Ergänzungen sind möglich. „Für die Mitarbeiter der Unternehmen, die sich im QH Track ansiedeln, bedeutet das, dass alle Angebote nicht nur des Gebäudes, sondern auch des gesamten Umfelds per App verfügbar sind und das Quartier als Ganzes zum Campus wird“, hieß es.

In Berlin will SAP mit dem Campus Kunden, Partner und Talente anziehen

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), die bei der Grundsteinlegung dabei war, sagte: „Im Quartier Heidestraße werden wir beispielhaft sehen, wie sich Arbeiten, Wohnen und Handel in der Innenstadt ergänzen und gegenseitig stärken.

Berlin braucht Arbeitsplätze auch im buchstäblichen Sinn: maßgeschneiderte moderne Orte zum Arbeiten, in denen sich jedes Unternehmen bestmöglich etablieren und weiterentwickeln kann.“ Der SAP-Konzern bereichere mit seinem neuen Entwickler-Campus die Europacity und präge das Berliner „Tech-Ökosystem“, sagte Pop.

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SAP passe „hervorragend hier rein“, sagte Martin Heinig, Managing Director von SAP Berlin. Durch den neuen Standort werde eine bedeutende Präsenz des Unternehmens in Berlin geschaffen, die den Raum für die benötigten Arbeitsplätze bietet, „die Nutzung bereichsübergreifender Synergien sicherstellt und Schlüsselakteure wie Kunden, Partner und neue Talente anzieht“, sagte Heinig.

Vor noch zwei Jahren „brauchte es vor allem Fantasie, um sich die Entwicklung eines lebhaften Quartiers in zentraler Lage am Berliner Hauptbahnhof vorzustellen“, sagte Thomas Bergander, Geschäftsführer des Projektentwicklers Taurecon Real Estate Consulting. „Mit hochmoderner technologischer Unterstützung wird das Leben und Arbeiten im Quartier Heidestraße smart und ökologisch werden.“

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