„RED Party“ am Wannsee : Auma Obama sammelt Spenden bei Immobilien-Event

Barack Obamas Halbschwester feiert mit 800 Gästen des Maklers AIB auf einem ganz besonderen Grundstück in Berlin.

Sommer, Sonne, Spendenzeit. Gastgeber Christian Gérôme (2.vl.) und Ehrengäste: Katharina Czaja (links), Auma Obama (2.v.r.) und Sebastian Czaja (FDP, rechts).
Sommer, Sonne, Spendenzeit. Gastgeber Christian Gérôme (2.vl.) und Ehrengäste: Katharina Czaja (links), Auma Obama (2.v.r.) und...Foto: imago images / Photopress Müller

Von Enteignungsplänen bis zum Mietendeckel: Berlins rot-rot-grüner Senat versucht nach Kräften, die Immobilienfirmen an die kurze Leine zu nehmen. Deren Akteure präsentieren sich trotzdem – oder gerade deshalb – in diesen Wochen betont gelassen. Mitunter sogar sozial und großzügig. So hat Christian Gérôme, Gründer der Allgemeinen Immobilien Börse (AIB), einem Makler für große beziehungsweise sehr betuchte Kunden, am Sonntag wieder zu seiner „RED Party“ an den Wannsee geladen.

„Feiern und Gutes tun“ lautete das Motto. Der Dresscode lautet auch in der sechsten Auflage dieser Gartenparty: so rot wie möglich. Fast alle der rund 800 Gäste hielten sich daran. Als Ehrengast kam Auma Obama, die ältere Halbschwester des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama. Mit ihrer „Auma Obama Foundation – Sauti Kuu“ setzt sich die 56-jährige promovierte Germanistin für Zukunftschancen junger Menschen im ländlichen Teil ihres Heimatlandes Kenia ein. „Sauti Kuu“ ist Kisuaheli und bedeutet: „starke Stimmen“.

„Spenden Sie nicht nur, um ein gutes Gefühl im Bauch zu haben“, forderte Obama von ihren Zuhörern, „Übernehmen Sie auch Verantwortung dafür, was mit Ihrem Geld geschieht.“ Man wolle „Trade not Aid“ (Handel, nicht Hilfe). Wer in Kenia fruchtbares Land besitze, sei nicht arm, er müsse nur lernen, damit zu wirtschaften.

Dieses Wissen wolle ihre Stiftung vermitteln. Obama selbst war 1980 zum Studium nach Deutschland gekommen, verbrachte einige Jahre davon in Berlin und promovierte schließlich an der Universität Bayreuth zur Konzeption von Arbeit in Deutschland und Kenia.

Champagner, Trüffelpasta und Bratwurst

Neben Prominenz aus der Unterhaltungsbranche war auch der Fraktionsvorsitzende der Berliner FDP, Sebastian Czaja, unter den Gästen: „Der Stiftung geht es um ein Kernelement freidemokratischer Weltanschauung: die Unterstützung zur Befähigung eines selbstbestimmten Lebens, vor allem junger Menschen. Wer eine freie, demokratische und selbstbestimmte Gesellschaft will, kommt gar nicht darum herum, Projekte wie die der Auma-Obama-Stiftung zu unterstützen“, sagte Czaja dieser Zeitung.

Am Ende des sonnigen Tages auf dem letzten Grundstück im Privatbesitz am Wannsee mit Wasserzugang wurde zwischen Champagner, Trüffelpasta und Bratwurst schließlich ein Scheck über 55.000 Euro an Auma Obama überreicht. Außerdem spendete der Berliner Immobilienunternehmer Rainer Schorr weitere 100.000 Euro an das Christliche Kinder- und Jugendwerk „Die Arche“, das traditionell bei der RED Party bedacht wird.

Weiß kann ja jeder

Ganz in Rot klang der Abend am Ufer und auf den vier Party-Booten aus. Rot übrigens, „weil Weiß ja jeder kann“, erklärte Gastgeber Gérôme. „Außerdem passe das so schön zum Blau des Wannsees und zum Grün der Wiese.“

Die Allgemeine Immobilien Börse GmbH agiert seit 1994 als unabhängiges Beratungs- und Maklerunternehmen am gehobenen Berliner Immobilienmarkt und profitiert, nach eigenen Angaben, von einem internationalen Netzwerk mit über 70.000 Kunden.

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