Unfall in Berlin-Mitte : Tödlicher Crash: Polizeiauto fuhr Tempo 130

Bei dem Unfall mit einem Polizeiauto ist im Januar eine 21-Jährige getötet worden. Ermittlungen ergaben, dass die Polizisten mit bis zu Tempo 130 unterwegs waren.

Funkstreife der Polizei (Symbolbild).
Funkstreife der Polizei (Symbolbild).Foto: dpa

Das Polizeiauto, das im Januar bei einer Einsatzfahrt den Kleinwagen einer jungen Frau gerammt hatte, war mit bis zu Tempo 130 unterwegs. Bei dem Unfall in der Grunerstraße in Mitte war die 21-Jährige getötet worden. Ihr Wagen war beim Einparken auf dem Mittelstreifen seitlich getroffen worden.

Zum Zeitpunkt des Aufpralls fuhr die Funkstreife mehr als Tempo 90. Dies habe die Auswertung des Unfalldatenschreibers des Polizeiautos durch Gutachter ergeben. Die Staatsanwaltschaft bestätigte einen Bericht der „Morgenpost“. Die Justiz ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung. Die beiden Polizisten im Streifenwagen waren leicht verletzt worden.

Fehlalarm


Der Wagen fuhr mit Blaulicht und Martinshorn. Doch Sonderrechte dürfen nur „unter gebührender Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgeübt werden“. Die Streife war zu einem Raub am Potsdamer Platz unterwegs, der sich später als Fehlalarm herausstellte.

Mit Sonderrechten darf die Polizei schneller als 50 fahren. Sind Menschenleben in Gefahr oder soll ein Straftäter eines Verbrechens festgenommen werden, haben Polizisten mehr Spielraum, wie es in einer internen Anweisung der Polizei heißt. Raub ist ein Verbrechen. Zu einem Diebstahl müsste die Polizei also vorsichtiger fahren.

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