• Verfahren zur fahrlässigen Tötung eines Journalisten: Lkw-Fahrer verliert Führerschein

Verfahren zur fahrlässigen Tötung eines Journalisten : Lkw-Fahrer verliert Führerschein

Nach dem Tod des Journalisten Mathias Puddig wird gegen den Fahrer des Unfall-Lkws wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Eine Mahnung über den Tag hinaus.
Bei einer Mahnwache nach dem Unfall wurde ein weißes Fahrrad für Puddig aufgestellt.Foto: Felicia Klinger

Der 52-Jährige, der Anfang August in Adlershof den Journalisten Mathias Puddig mit seinem Lkw tötete, hat keinen Führerschein mehr. Der Fahrer habe gegen die Einziehung der Fahrerlaubnis direkt nach dem Unfall keinen Widerspruch eingelegt, deshalb sei diese jetzt rechtskräftig, verlautete aus Sicherheitskreisen. Ermittelt werde – wie üblich bei solchen Unfällen – wegen fahrlässiger Tötung.

Der Deutsche war am Mittag des 3. August an der Kreuzung Hermann-Dorner-Allee, Ernst-Ruska-Ufer von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Ampel geprallt. Dabei erfasste er den als Radfahrer an der roten Ampel wartenden Mathias Puddig. 

Klar ist: Es war kein Rechtsabbiegeunfall. Mathias Puddig wurde 35 Jahre alt, er war Politik-Korrespondent der Märkischen Oderzeitung. 2018 hatte er einen Beitrag über Abbiegeassistenten geschrieben, die die Gefahr durch Abbiegeunfälle verringern sollen.

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Tatsächlich musste der Lastwagen von der Hermann-Dorner-Allee abbiegen, da geradeaus der Teltowkanal ist. Der Lkw fuhr aber geradeaus, tötete den wartenden Radfahrer und bog dann auf den Radweg entlang des Teltowkanals ab und fuhr dort noch etwa 100 Meter, bis er stehen blieb. 

Die Erstmeldung der Polizei verschwieg diese Weiterfahrt. Ein Sprecher konnte am Donnerstag den Grund dafür nicht nennen. Möglich ist, dass der Fahrer ein gesundheitliches Problem hatte oder aus anderen Gründen die Kontrolle über seine Handlungen verlor. 

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