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Rundes, komm bald wieder: Das Volksbühnen-Rad vor der Abreise am Freitagnachmittag. Nächstes Jahr soll es an seinen Platz zurückkehren.

© Mike Wolff

Update

Das Ende der Ära Castorf: Volksbühne hat jetzt offiziell ein Rad ab

Erfolg beim zweiten Anlauf: Am Freitagnachmittag wurde das symbolträchtige "Räuberrad" vor der Volksbühne in Mitte wirklich abgebaut.

Gegen 16.30 Uhr zog ein Kran das Rad vor der Volksbühne aus der Erde - und beendete damit eine Ära in der Geschichte des prominenten Berliner Theaters. Gut 90 Minuten zuvor waren ein Kran und ein Schwerlasttransporter aufgefahren: Sie sollten dabei helfen, die international bekannte Skulptur auf der Rasenfläche Volksbühne abzutransportieren. Zwischen Bauarbeitern und Schaulustigen ist auch Intendant Frank Castorf zu sehen. Dessen Ära endet - und mit ihm geht das Rad, zumindest vorläufig.

Am Samstag wird vor dem Theater auf dem Rosa-Luxemburg-Platz ab 20.30 Uhr ein Abschiedsfest gefeiert, der Eintritt ist frei.

Der erste Schwertransporter war am Morgen gegen 10 Uhr vor gefahren. "Trafö" steht drauf, für Transport- und Fördertechnik. Er soll hier einen Teleskopstapler und eine Hebebühne abliefern, erzählt der Fahrer. Sind das jetzt die Werkzeuge, mit denen man nach dem missglückten ersten Versuch vom Mittwoch ein zweites Mal versuchen will, das symbolträchtige Rad von der Volksbühne in Mitte abzubauen? Die junge Frau von der Volksbühne, die ihm entgegenkommt, winkt ab. Diese Lieferung sei für das Volksfest am Samstag.

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Am Mittag begannen die Arbeiter zu buddeln

Gegen 12 Uhr zumindest kommen Arbeiter und machen sich mit Spaten an das Erdreich rund um das verrostete Metallrad mit den Beinen ran, wie ein Anwohner berichtet. Offenbar wollen sie jetzt versuchen, die Skulptur wieder soweit frei zu buddeln, dass man ein zweites Mal versuchen kann, das Objekt aus der Erde zu hieven.

Danach soll das Rad nach Avignon zum dortigen Theaterfestival reisen, bevor es in Berlin saniert und dann wieder an seinen angestammten Platz zurückkehren soll. So sieht es zumindest eine Einigung der Theaterleute mit der Senatskulturverwaltung vor.

Mehr zum Fortgang der Arbeiten vor der Volksbühne in Kürze.

Baustelle. So sah es vor der Volksbühne am Freitagmorgen aus.

© Lars von Törne

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