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Ein Polizist hält die neue Dienstwaffe in der Hand. (Symbolbild)

© picture alliance/dpa/Friso Gentsch

Waffe auf Autofahrer gerichtet: Berliner Staatsanwaltschaft klagt Polizisten an

Bei einer Kontrolle zielt ein Polizist mit seiner Dienstwaffe auf den Kopf eines Autofahrers. Das Vorgehen soll nicht gerechtfertigt gewesen sein, sagt die Staatsanwaltschaft.

Stand:

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat einen Polizisten angeklagt, der einem Autofahrer ohne Rechtfertigung seine Dienstwaffe an den Kopf gehalten haben soll. Dem 53-Jährigen werde Nötigung vorgeworfen, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Zu dem Vorfall kam es demnach bereits am Abend des 12. Novembers 2022 im Rahmen einer Kontrolle in Tempelhof-Schöneberg. Der Polizeibeamte habe sich im Streifendienst in Zivil entschieden, das Fahrzeug eines 34-Jährigen wegen eines Verdachts des Drogenhandels zu kontrollieren, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

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Als der Autofahrer auf dem Mariendorfer Damm anhielt, soll der Polizist zunächst mit seiner Dienstwaffe durch das geöffnete Seitenfenster seines Einsatzwagens auf den Kopf des 34-Jährigen gezielt, sich als Polizist zu erkennen gegeben und diesen aufgefordert haben, seine Hände nach vorn zu legen. Dann sei der Beamte ausgestiegen, zum anderen Auto gegangen und habe die Fahrertür des Wagens geöffnet, wobei er weiter auf den Kopf der 34-Jährigen gezielt haben soll.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeugs habe der 53-Jährige keine Beweise gefunden, hieß es weiter. Weil das Vorhalten der Dienstwaffe weder gerechtfertigt noch mit den dienstlichen Richtlinien zum Einsatz von Schusswaffen vereinbar gewesen sein soll, wurde nun Anklage gegen den Polizeibeamten erhoben. (Tsp)

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