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Die DRK Kliniken Berlin betreiben vier Krankenhäuser, ein Hospiz und eine stationäre Pflegeeinrichtung (Archivbild).

© Gregor Fischer/dpa

Wegen Warnstreiks in Berlin: Operationen an DRK-Kliniken verschoben

Patientinnen und Patienten an den DRK-Kliniken müssen auch am heutigen Mittwoch mit Einschränkungen rechnen. Notwendige Operationen finden aber statt.

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Weil Teile des Personals seit Dienstag streiken, müssen an den Berliner DRK-Kliniken Operationen verschoben werden. Außerdem werden Patientinnen und Patienten aus tagesklinischen Einrichtungen, die seit längerer Zeit in Behandlung sind, teilweise beurlaubt, wie Sprecherin Corinna Schwetasch auf Anfrage mitteilte.

Der Stationsbetrieb läuft ihren Angaben nach stabil. Alle notwendigen Operationen und alle Tumorbehandlungen könnten stattfinden, unfallchirurgische Notfälle würden weiterhin versorgt. 

Aufruf richtet sich an 2.5000 Beschäftigte 

Der Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi für Dienstag und Mittwoch richtet sich an das gesamte Personal außer den Ärzten. Das sind rund 2500 Beschäftigte, darunter neben Pflegefachkräften auch Therapeutinnen und Handwerker. Die Gewerkschaft fordert Entgelterhöhungen von fünf Prozent im Jahr 2026 und weiteren fünf Prozent im Jahr 2027.

Am Dienstag beteiligten sich rund 350 Beschäftigte an dem Warnstreik, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Gisela Neunhöffer. Am Mittwoch seien es etwa genauso viele, schätzte sie am Mittag. Der Warnstreik soll am späten Mittwochabend enden. Die Gewerkschaft wolle die Gespräche mit der Unternehmensführung wieder aufnehmen und habe Termine für die nächste Verhandlungsrunde vorgeschlagen, sagte Neunhöffer.

Verdi und die DRK-Kliniken hatten sich am Dienstag vor Gericht über die Notdienstvereinbarung des Warnstreiks gestritten. Die Arbeitgeberseite hatte gegen den Arbeitskampf eine einstweilige Verfügung vor dem Berliner Arbeitsgericht eingereicht. Beide Seiten einigten sich auf ein Konzept für eine verbindliche Mindestbesetzung und Quotenregelungen für die Zeit des Streiks. „Wir sind mit dem Ausgang der Gerichtsverhandlung sehr zufrieden“, sagte Neunhöffer. (dpa)

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