zum Hauptinhalt
Barfußschuhe
© Anna Pannen
Tagesspiegel Plus

Teuer, zeitintensiv, mit gelegentlichen Grabenkämpfen: Der schwierige Anspruch vieler Eltern, dem Kind stets das Beste zu bieten

In die Suche nach der perfekten Kinderausstattung investieren Eltern viel Zeit. Vor allem Mütter setzen sich und andere unter Druck - mit teils fatalen Folgen.

Von null null

Es trifft uns wohl alle, wenn wir unsere Babys das erste Mal im Arm halten: Das Gefühl, künftig alles tun zu wollen für dieses kleine Wesen. Es zu behüten und zu beschützen und ihm, na klar, nur die besten und sinnvollsten Produkte zu kaufen. Gesund und ohne Schadstoffe.

Das Gefühl hört auch nicht auf, wenn das Baby größer wird. Im Grunde ergeben sich nur immer mehr Gelegenheiten, zu beweisen, wie ernst man seinen Auftrag nimmt. Besonders in bestimmten, sehr engagierten Elternkreisen. Da wird die Suche nach dem perfekten Paar Lauflernschuhe, das ökologisch produziert wurde und keine Haltungsschäden begünstigt, schon mal zur Geduldsprobe.

„Intensive Parentship“, also intensive Elternschaft nennen US-amerikanische Forscher eine gesellschaftliche Entwicklung, die seit den 90er Jahren immer populärer wird. Sie ist geprägt durch Eltern, die sich der Beziehung zu ihren Kindern und deren Förderung intensiv widmen und viel Zeit und Geld darin investieren.

Dieses Kind trägt Barfußschuhe
Dieses Kind trägt Barfußschuhe
© Wildlinge

Gerade beim ersten Kind ist man noch unsicher, macht sich viele Gedanken, wird auch stark von anderen Eltern und deren Einstellungen beeinflusst.

Susanne Mierau, Pädagogin und Autorin

Lesen Sie weiter mit Tagesspiegel Plus

Nie waren verlässliche Informationen wichtiger

Stark werbereduziert
in der Tagesspiegel App

Exklusive Inhalte für
Tagesspiegel Plus-Leser

Ohne Risiko:
Jederzeit kündbar

Schon Digital-Abonnent? Hier anmelden