Drama um Spiegel-Fälschungen : Der Fall Relotius wird verfilmt

Ohne den Reporter Juan Moreno wären die Fälschungen im Spiegel von Claas Relotius nicht so schnell aufgeflogen. Nun sicherte sich die Ufa die Filmrechte.

Filmreife Kulisse: Der Sitz des Spiegel-Verlags in Hamburg
Filmreife Kulisse: Der Sitz des Spiegel-Verlags in HamburgFoto: Marcus Brandt/dpa

Die endgültige Aufarbeitung des Manipulationsskandals um den "Spiegel"-Reporter Claas Relotius steht zwar noch aus, doch schon jetzt hat sich die Ufa in Person von Sebastian Werninger die exklusiven Rechte an der Verfilmung des Buchs "Tausend Zeilen Lüge. Das System Relotius und der deutsche Journalismus" von Juan Moreno gesichert. Dabei wird das Buch selbst erst im Herbst im Berliner Rowohlt Verlag erscheinen.

Der Journalist Juan Moreno hatte maßgeblich dazu beigetragen, dass die Fälschungen von Claas Relotius aufgedeckt werden konnten. Er machte den "Spiegel" auf Ungereimtheiten in dessen Texten aufmerksam. Er hatte die Stellen während der gemeinsamen Arbeit an der Reportage „Jaegers Grenze. Bürgerwehr gegen Flüchtlinge“ im Text von Relotius entdeckt und begann daraufhin mit eigenen Recherchen. In der Folge wurde einer der größten Manipulationsskandale im deutschen Journalismus enthüllt.

Zuletzt hatte der "Spiegel" bekannt gegeben, dass Ullrich Fichtner und Matthias Geyer als Konsequenz aus dem Fall Relotius ihre neuen Leitungsfunktionen als Chefredakteur und Blattmacher nicht antreten werden.

Sebastian Werninger hat für Ufa Fiction unter anderem den Film "Der Junge muss an die frische Luft" über die Jugend von Hape Kerkeling produziert.