Gegenöffentlichkeit schaffen : AfD lässt Dokus produzieren

Die AfD-Bundestagsfraktion lässt jetzt auch längere Dokumentationen produzieren. Diese sollen auf Youtube laufen.

Stimmung für die AfD.
Stimmung für die AfD.Foto: dpa

„Mit dem Format von knapp einstündigen Dokumentationen wollen wir eine Gegenöffentlichkeit zur einseitigen Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen schaffen“, sagte Fraktionsvize Peter Felser der „Welt am Sonntag“. 

Felser plant das Projekt. Laut der Zeitung trägt der erste Film den Titel „Dieselmord im Ökowahn“. 

Die beiden weiteren Filme der ersten Staffel sollen laut Felser von Umweltschutz und Bundeswehr handeln. Die Filme sollen bald im Youtube-Kanal der Fraktion zu sehen sein.
Laut ihrem Vorsitzenden Alexander Gauland will die Partei den Protest gegen Klimaschutzmaßnahmen zu einem zentralen Thema machen. „Die Kritik an der sogenannten Klimaschutzpolitik ist nach dem Euro und der Zuwanderung das dritte große Thema für die AfD."

"Wir haben damit ein Alleinstellungsmerkmal, weil alle anderen Parteien ja den Irrsinn mitmachen, den Greta Thunberg neuerlich angeheizt hat, als sie vor den Vereinten Nationen ausrastete.“ 


Inhaltlich habe die Partei zum menschengemachten Klimawandel eine differenzierte Auffassung. „Natürlich ändert sich das Weltklima, aber dass dabei der Mensch durch CO2-Emissionen eine wesentliche Rolle spielen würde, ist zumindest umstritten.“
Dass der Klimawandel von Menschen verursacht wird, ist in der Fachwelt nahezu unbestritten. Darauf hat Ende August die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hingewiesen. 

Die Bundesregierung ist demnach inzwischen der Auffassung, „dass 99 Prozent der Wissenschaftler, die Fachaufsätze zum Klimaschutz veröffentlichen, der Überzeugung sind, dass der Klimawandel durch den Menschen verursacht ist“. dpa