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© ddp

Gefärbter Wandervogel: Auch bei Hamburg landet ein blauer Storch

Ein blauer Storch zieht seit Ostern Schaulustige ins brandenburgische Briesen. Doch nun hat auch Niedersachsen sein Naturwunder. An blaue Storchenbabys glauben Experten aber nicht.

Nach Brandenburg ist nun auch an der Elbe bei Hamburg ein blau gefärbter Storch entdeckt worden. Mehrfach habe er den blau-türkis schillernden Storch in Avendorf gesehen, zum ersten Mal vor fast zwei Wochen, sagte ein Anlieger am Dienstag. „Er sitzt im Nest in einer Eiche an der Elbuferstraße.“

Im brandenburgischen Briesen lockt bereits seit Ostern ein blauer Storch Schaulustige an. Wie berichtet hat der Vogel mittlerweile eine weiß gefiederte Partnerin gefunden, die sich nicht an seinem gefärbten Federkleid stört. Die beiden wurden bereits beim Liebesspiel gefilmt.

Färbung nach wie vor ein Rätsel

Wie die Störche zu ihren blauen Federn gekommen sind, ist ein Rätsel. Storchenexperte Hubert Horn aus dem niedersächsischen Bleckede geht davon aus, dass die Störche mit einer Farbpatrone beschossen wurden.

Andere Experten halten es für wenig wahrscheinlich, dass die flinken und scheuen Vögel einem Streich oder gar einer Attacke mit Farbmunition zum Opfer gefallen sind. „Die Langstreckenflieger lieben Zwischenstopps auf Müllkippen, möglicherweise sind sie dort in einer Farblache gelandet“, sagte Biologe Kai Thomsen vom Naturschutzbund Deutschland am Mittwoch. Er hält es für wahrscheinlich, dass nach den beiden blauen Störchen von Brandenburg und Niedersachsen noch weitere gefärbte Tiere auftauchen.

Das Rätsel könnte sich lösen, wenn einer der beiden Störche gefärbte Federn verliert und diese untersucht werden können. Forscher glauben nicht daran, dass auch der Nachwuchs ein blaues Federkleid tragen wird. (ho/dpa) 

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