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Australien kritisiert Behandlung von Chan und Sukumaran: Indonesien: Polizeichef posiert mit Todeskandidaten

In Australien vergrößert sich die Empörung über Indonesien. Dort bleibt man weiter hart und will die zum Tode Verurteilten Australier Andrew Chan und Myuran Sukumaran nicht begnadigen. Besonders ein Bild vom Polizeichef in Indonesien steht in der Kritik.

Die australische Regierung hat Beschwerde über die Behandlung der beiden in Indonesien zum Tod verurteilten Australier durch die dortigen Behörden eingelegt. Am Freitag zirkulierten in zahlreichen australischen Medien Bilder, auf denen Andrew Chan und Myuran Sukumaran umringt von Schwerbewaffneten im Flugzeug auf dem Weg zu der Insel zu sehen sind, auf der sie hingerichtet werden sollen. Dabei posiert der Polizeichef von Denpasar, Djoko Hari Utomo, mit den Verurteilten.

Ein Bild zeigt den Polizeichef, wie er neben dem sitzenden Chan steht und ihm eine Hand auf den Rücken gelegt hat. Er lächelt in die Kamera, während Chan reglos blickt. Ein weiteres Bild zeigt den Polizeichef neben Sukumaran, der zu ihm aufblickt. Er hat ihm eine Hand auf die Schulter gelegt. Im Hintergrund sind zahlreiche schwerbewaffnete Sicherheitskräfte in dem Flugzeug zu sehen.

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Australiens Premierminister Tony Abbott sagte vor Journalisten, die Beamten hätten sich "respektlos" verhalten und die Würde der Gefangenen verletzt. "Wir haben beim indonesischen Botschafter in Canberra dagegen protestiert", sagte er. Chan und Sukumaran waren wegen Heroinschmuggels zum Tod verurteilt worden. Ihre kürzliche Verlegung auf die Insel Nusakambangan deutete darauf hin, dass die Hinrichtung alsbald bevorsteht. Mehrere Medien berichteten indes am Freitag über eine mögliche Verschiebung der Exekution um bis zu zehn Tage. (AFP)

Nicht nur in Australien ist die Aufregung groß. Demonstranten in Indonesien fordern die sofortige Hinrichtung von Drogenschmugglern.

© dpa

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