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Dieses vom südkoreanischen Präsidialamt zur Verfügung gestellte Foto zeigt Pilze der Sorte Matsutake oder Kiefernpilz.
© YNA/dpa

Koreanisches Gipfeltreffen: Kim schenkt Moon zwei Tonnen Kiefernpilze

Ob Pilze den Korea-Konflikt beenden können? Kim Jong Un scheint darauf zu setzen. Nicht zum ersten Mal bekam Südkoreas Präsident von ihm ein solches Geschenk.

Kiefernpilze sind in Nordkorea nicht nur eine Spezialität, sondern auch ein wichtiges Exportprodukt. Zwei Tonnen dieser begehrten und teuren Pilze schenkte jetzt Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In zum Abschluss ihres Gipfeltreffens in Pjöngjang in dieser Woche. 

Mit dem Geschenk hat es seine ganz besondere Bewandtnis. Nordkorea hatte schon nach dem ersten Korea-Gipfel in Pjöngjang im Juni 2000 drei Tonnen dieser Pilze an das Präsdialamt in Seoul geschickt. Nach dem zweiten Gipfel in der nordkoreanischen Hauptstadt 2007 kamen noch einmal vier Tonnen in Seoul an.

Matsutake oder Kiefernpilz, der dem europäischen Krokodilritterling ähnlich ist, kommt in Südkorea nur selten vor und ist daher teuer. Die Wildpilze gelten als besonders gesundheitsfördernd. Sie müssen nach dem Pflücken rasch verzehrt werden.

Für Nordkorea sind sie eine wichtige Deviseneinnahmequelle. Es seien in dem Land schon länger Gerüchte kursiert, die Führung lasse Kiefernpilze als Geschenk für Südkorea sammeln, berichtete die auf Nordkorea spezialisierte Online-Zeitung „Daily NK“. „Normalerweise werden sie mit großem Gewinn nach China verkauft.“ In Südkorea werde das Kilogramm zwischen 350 000 und 700 000 Won (266 bis 532 Euro) gehandelt, twitterte die Bloomberg-Journalistin Jihye Lee. (dpa)

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