Reaktionen auf Präsidiums-Bild : „Hey @ADAC, ist euch das nicht peinlich?“

Der ADAC hat am Wochenende seine Spitze neu gewählt. Das auf Twitter veröffentlichte Foto löst Häme und Spott aus.

Auf Wochenende fand die Hauptversammlung des ADAC statt.
Auf Wochenende fand die Hauptversammlung des ADAC statt.Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa

Acht alte weiße Herren – das Bild, das der ADAC nach seiner Hauptversammlung am Samstag auf dem Nürburgring bei Twitter präsentierte, bekam im Netz sehr schnell eine Menge Kommentare. Auf dem Bild zeigt der Allgemeine Automobilclub Deutschland stolz sein neues Präsidium – Christian Reinicke, Ulrich Klaus Becker, Jens Kuhfuß, Hermann Tomczyk, August Markl, Kurt Heinen, Karsten Schulze und Gerhard Hillebrand (von links nach rechts).

Bei der äußerlich ruhigen Hauptversammlung an der legendären Rennstrecke in der Eifel verweigerte fast jeder dritte der Delegierten (31,5 Prozent) dem bisherigen Präsidium die Entlastung. 68,5 Prozent gaben grünes Licht. Zwei Delegierte enthielten sich. Der Verein hat lebhafte Diskussionen hinter sich: Vor mehreren Jahren flogen Manipulationen um den Gelbe-Engel-Preis auf. Der Autoclub leitete eine grundlegende Umstrukturierung ein. Aber längst nicht auf allen Ebenen.

Denn Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund sind im neuen Präsidium Fehlanzeige. Dafür gibt es beißenden Spott. Etliche User schrieben, die Männerlastigkeit sei der Grund, warum sie nicht Mitglied des Clubs seien. Ein anderer schreibt ironisch: „Wenigstens ein Club, der noch so richtig homogen ist, ohne neumodische Beteiligung von Frauen, Migranten oder anderen überflüssigen Verkehrshindernissen in Führungsebenen. Modernität eben.“

Auch die Verteidigungsstrategie des ADAC zündet nicht.

Und das Outfit der Herren kommt auch nicht besonders gut weg.

Ein User sieht eindeutige Parallelen. Da ist auf jeden Fall deutlich mehr Musik drin. (Tsp)

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